Ansicht eines Reviews

Equilibrium - Killer of Emotions (2002)

Eine Kritik von Mr. Blonde (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 10.07.2005, seitdem 679 Mal gelesen


„Equilibrium“ ist der Beweis, wie gute Filme durch ihre mangelhafte Vermarktung den Bach runtergehen, so lief der Film ohne jegliche Werbekampagne in nur ganz wenigen US-Kinos und kam bei uns nur als DVD-Premiere heraus. Was für eine Schande:


Die Story:

Nach dem dritten Weltkrieg steht die gesamte Menschheit unter einer totalitären Diktatur. Da man vermutet, dass sie einen vierten Weltkrieg nicht überleben würde, wird die Ursache für Hass und Gewalt völlig abgeschaltet: Die Gefühle. Jedermann muss mit Hilfe eines Medikamentes seine Gefühle und Emotionen unterdrücken, wer sich weigert oder gar fühlt, wird mit dem Tode bestraft. Die Henker dieser Zeit sind die sogenannten Kleriker, sie sind für das Eliminieren von Abtrünnigen verantwortlich. Preston (Christian Bale) gehört auch zu den Säuberungstrupps, bis er das Medikament absetzt und beginnt zu fühlen...

Die Geschichte ist zwar eindeutig von Filmen wie „Matrix“, „Blade Runner“ oder „Fahrenheit 451“ inspiriert, verliert aber nie ihren eigenen Stil aus den Augen und verzichtet auf das bloße Kopieren seiner Vorbilder. Es ist mit einigen Überraschungen zu rechnen und auch Dramatik kommt nicht zu kurz, weshalb die Story als gelungen angesehen werden darf.



Die Darsteller:

Christian Bale, der schon in „American Psycho“ überzeugte, zeigt uns, dass er einer der neuen großen Hoffnungen ist. Alle anderen Darsteller bleiben erschreckend blass, was aber nicht verwundert, sollen sie doch emotionslose Menschen verkörpern.



Die Atmosphäre:

Der Film wird durch kalte, seelenlose Bilder geprägt, die besonders durch einsetzten verschiedenster Blaufiltergläser eine blasse Welt erzeugen. Auffallend ist auch so manche Nationalsozialistische Symbolik, was auch in „Starship Troopers“ der Fall war. Beachtlich sind ebenfalls die toll choreographierten und harten Actionszenen, welche zwar nicht zahlreich, aber wirklich gelungen sind.



Die Musik:

Musikalisch werden uns apokalyptische Techno- und Elektroklänge geboten, welche sich durch ihre Kälte perfekt in den Film einfügen. Nur an der Musikuntermalung kann man das nicht ganz so hohe Budget von 20 Millionen Dollar herausschmecken, es hört sich einfach zu „einfach“ an, eben nach Syntheziser und Computer.



Kamera & Schnitt:

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Actionszenen, welche wirklich gut geschnitten daherkommen. Auch die Kamerarbeit kann überzeugen, da sie jede Szene perfekt einfängt.




Fazit:

„Equlibrium“ ist ein Film geworden, für die, denen „Matrix“ zu laut und zu überladen war. Er bietet eine interessante und durchaus realistische Story, gute und harte Action und einen tollen Hauptdarsteller, der mir zunehmend besser gefällt. Die deutsche Synchronisation ist eher schlecht, da bis auf Bale niemand eine bekannte Stimme abbekommen hat, das kann man dem Film aber nicht anrechnen. Genauso wenig die Tatsache, dass durch die mehr als mangelhafte Vermarktung eine größerer Erfolg ausblieb. Insgesamt sehr unterhaltsames High-Tech-Kino.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Mr. Blonde" lesen? Oder ein anderes Review zu "Equilibrium - Killer of Emotions (2002)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Mr. Blonde

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

452 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Sexual-Terror der entfesselten Vampire (1971)
Ich spuck auf dein Grab (1978)
Paragraph 78: Punkt 1 (2007)
Traxx (1988)
Scorpion King 3 - Kampf um den Thron, The (2012)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich