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Equilibrium - Killer of Emotions (2002)
Eine Kritik von Ares26 (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 07.04.2008, seitdem 303 Mal gelesen
Grandios!!
Als ich "Equilibrium" 2003 zum ersten Mal sah war ich schlichweg begeistert.
Die unterkühlte, emotionslose Atmosphäre kombiniert mit Kampfszenen, die leicht an Matrix erinnern - ohne allerdings die strapazierte Slow-Motion zu verwenden - bescherte mir einen äußerst interessanten DVD-Abend.
Zugegeben, kleine Schwächen gibt es: Manche Szenen wirken sehr unausgereift und schon fast komisch, so zB als Preston im Nether-Gebiet einen Trupp Soldaten niedermetzelt. Sieht ähnlich peinlich aus wie in dieser eigenartigen Power-Rangers-Serie.
Oder warum zum Teufel Prestons Gegenspieler, Cleriker Brandt, in einer ach so emotionslosen Welt so fies und hinterhältig sein kann. Er lächelt auch ab und zu (aus Freude über Prestons vermeintliche Niederlage ) und im Zweikampf verkörpert er Wut.
Passt irgendwie nicht, aber gut.
Ansonsten gibt es an dem Movie nicht viel auszusetzen. Die Welt der Zukunft sieht sehr sauber, aber auch steril aus. Die Menschen leben alle nach dem gleichen Muster, müssen sich jeden Tag Drogen spritzen um das Aufkommen von Emotionen zu verhindern und Abtrünnige werden erbarmungslos gejagt und getötet. Alles was im Entferntesten an Gefühl erinnert wird vernichtet: Bücher, Schallplatten, Gemälde.
Es drängt sich hart eine Assoziation zu Hitlers Deutschland auf, zumal ein Teil des Films im ehemaligen Olympiastadion in Berlin gedreht wurde. Die Staatsflagge von Libria ähnelt dem Hakenkreuz und die Uniformierungen der Menschen und Soldaten sind jene wie sie für totalitäre Staaten typisch sind. Die Figur des "Vaters" gleicht jener des "allmächtigen Führers" und "sein Wort, steht über jedem Gesetz" (wie beim "Führerprinzip". Zitat: Vize-Rat Dupont im Gespräch mit Preston).
Gute Ware, unbedingt ansehen.
8/10 Punkten.
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