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Equilibrium - Killer of Emotions (2002)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 10.12.2010, seitdem 204 Mal gelesen
In der Zukunft ist alles besser: Keine Gewalt, keine Kriege, keine Gefühle. Wer fühlt, verstösst gegen das Gesetz und wird verbrannt. Die Kleriker sind die zukünftige und sehr kampfsichere Einheit, im Kampf gegen alle, welche ihre Dosis abgesetzt haben und sich gegen die Gesellschaft von heute auflehnen. Einer der besten Kleriker ist John Preston. Nachdem sein Partner gegen das Gesetzt verstossen hat, wird er von John selbst liquidiert. Doch dies scheint was in dessen Verstand verändert zu haben, und so kommt es, dass John vergisst, seine Dosis einzunehmen. Nach und nach begreift er, wie falsch diese Welt doch ist, und das die Gewalt gegen fühlende aufhören und gestoppt werden muss. So lehnt er sich gegen seine Leute und Vorgesetzten und kämpf mit Untergrundkämpfern heimlich zusammen, doch sein neuer Partner Brandt stellt eine zunehmende Gefahr dar.
Equilibrium ist ein zu Unrecht relativ unbekannter Film. Kurt Wimmers Werk könnte zwar beinahe als ein Matrix Spin Off durchgehen, besitzt aber eine durchaus eigenständige Story, die zwar gelegentlich widersinnig ist, aber von der innovativen Sorte und den Zuschauer mehr als einmal zum nachdenken bringt, ob man sich selbst ein Leben in dieser verqueren Welt vorstellen kann oder will. Denn nach WK III (keiner hat die bösen Bomben geworfen und den Planeten genuked? Staun.) lebt die verbliebene Gesellschaft unter einem totalitären Regime der emotionalen Stasis auf Medikamentenration beinahe wie in einem Zombiefilm. Die aufwendig produzierten Bilder zeigen die passende gleichzeitig sterile wie stylische Optik dazu, der Look des Films ist absolut gelungen.
Christian Bale spielt dabei hervorragend den Ausbruchsversuch und Selbstfindungsprozess des Chefklerikers aus der Konformität der Massen, auch die anderen Darsteller leisten gute Arbeit, nur Sean Bean, den ich eigentlich sehr schätze, konnte mich irgendwie nicht richtig überzeugen. Die gezeigten Shootouts sind von der absolut spektakulären Sorte, aber auch die restlichen Kampfsequenzen können überzeugen. Einzig störte mich dabei, das diese recht einseitig präsentiert werden, es verliert nämlich immer die verteidigende Partei, während die Angreifer nie auch nur ein einziges Opfer beklagen müssen. Und ein wenig am Zaubertrank müssen die Kleriker auch genascht haben, überlegene Kampfkunst hin oder her, aber die müßten alle mindestens schon dreimal totgegangen sein.
Von mir aus hätte man aus Equilibrium auch eine Trilogie machen können, wenn man schon so starke Matrix Einflüsse im Gepäck hat. An diesem Film stimmt sehr vieles, auf Szenen wie die Welpenabschlabberszene hätte ich notfalls auch verzichtet, aber der Rest vom Fest is best.
Gute 8/10
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