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Stirb langsam (1988)
Eine Kritik von Murphy MacManus (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 03.08.2007, seitdem 548 Mal gelesen
Stirb langsam-der kult-Actioner der 80er Jahre. Was solll man über diesen Film noch sagen was nicht schon längst gesagt wurde. Tja eigentlich nix, aber ich schreib's trotzdem. Ein Film, der mich geprägt hat wie kaum ein anderer, besonders in Anbetracht der Tatsache das ich ihn das erste mal im stolzen Alter von 8 Jahren gesehen habe und ihn eigentlich damals kaum kapiert hab, was mich nicht weiter juckte, da ich nur geil auf Action war. Ich wollte Blut sehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Heute sehe ich das ein wenig anders. Ich bin mittlerweile 20 Jahre alt und somit ein wenig reifer als damals (ein wenig). Und ich weiß heute, dass Stirb langsam mehr zu bieten hat als nur plumpe Action. Nämlich viel plumpe Action. Nein Spaß beiseite. Die Rolle des New Yorker Polizisten John McClane, der am heiligen Abend seine Frau Holly, die angestellte des Nakatomi Plaza's ist, auf einer Weihnachtsfeier im selbigen Gebäude besucht und wenig später in einen brutalen Raubüberfall auf dort ansässige Wertpapiere verwickelt wird und ihn mehr oder weniger zwingt, völlig auf sich alleine gestellt, den Kampf gegen die Terroristen aufzunehmen, ist Bruce Willis quasi auf den Leib geschrieben. Er wird bis zu seinem Lebensende mit diesem Charakter identifiziert werden. Man reduziert ihn fast auf diese Rolle, was vielleicht der Grund dafür ist, dass seine übrigen Filme zwar nicht gefloppt sind, aber bei der Masse bei weitem nicht so gut ankamen. Praktisch gesehen eine parallele zu Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Konsorte, die alle in ein Schema, eine Rolle gepresst wurden, durch die sie berühmt worden. Aber sind wir mal ehrlich. Wollen wir Bruce Willis in einer anderen Rolle als der des John McClane sehen? Nein !!! Seine absolut unverwechselbaren, coolen Sprüche in fast schier aussichtslosen Situationen machen ihn doch nun einmal aus. Zwar duchaus übertrieben wenn ein Mann, der einer fast übermächtigen Schar bis an die Zähne bewaffneter Terroristen gegenüber steht, noch auf die schnelle einen coolen Spruch auf den Lippen hat wie "Yippie-ay-yeah-Schweinebacke", aber das ist doch letzendlich das was wir Zuschauer sehen wollen. Wir wollen unterhalten werden und wenn dieser Film diesen Zweck nicht erfüllt, wer dann??? Genug drumherum gefaselt, die Darsteller, mit Ausnahme von Bruce Willis, der wie schon erwähnt wie maßgeschneidert für diese Rolle ist, spielen alle sehr solide. Alan Rickman, als Oberbösewicht Hans Gruber, spielt seine Figur wirklich gut, nicht überragend gut, aber gut. Bonny Bedelia, alias Holly Gennaro ebenfalls sehr solide. Was bleibt also abschließend zu sagen? Eine ganze Menge.
Fazit: In diesem Film passt einfach alles. Darsteller, Spannung, Action, alles in allem der Unterhaltungswert ist gandenlos hoch. Aber das allerbeste und erstaunlichste ist, das dieser Film eine absolute 08/15 Story hat, die aber trotzdem keine 08/15 Story ist, da Stirb langsam der Mitbegründer, oder sogar der alleinige Begründer des einer-gegen-alle Actionfilms ist. Vieles was wenig oder viel später kam und auch heute noch produziert wird versucht sich an diesem Meilenstein zu messen und kramphaft abzukupfern, was natürlich in den meisten Fällen derart in die Hose geht, das man kotzen könnte. Lange Rede, kurzer Sinn-Ein Klassiker des modernen Actionfilms und einer der besten Filme überhaupt, die jemals auf der Leinwand zu bewundern waren. Diesen Film sollte jeder und ich meine wirklich jeder ein mal gesehen haben um sich als Filmkenner ausgeben zu können. Must see!!!
"Genau wie John Wayne, als er mit Grace Kelly im Sonnenuntergang davonritt." "Das war Gary Cooper, du Arschloch."
 | "Surprise me!" BETA |
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