|
 |

Ansicht eines Reviews
Stirb langsam (1988)
Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 10.07.2002, seitdem 846 Mal gelesen
Story:
Das Nakatomi-Hochhaus in L.A. an Weihnachten: Während einer Betriebsfeier stürmen Terroristen, angeführt von Jack Gruber (Alan Rickman) das Gebäude und nehmen die komplette Belegschaft als Geiseln. Nur einer kann ihnen entkommen: Der New Yorker Polizist John McClane (Bruce Willis),der sich fortan alleine durch die Stockwerke kämpft und die Terroristen um eine beachtliche Anzahl dezimiert. Doch er muss aufpassen, denn seine Frau Bonnie ist ebenfalls unter den Geiseln und die Terroristen kommen ihm immer wieder in die Quere...
Stirb Langsam definierte im Jahre 1988 das Action-Genre neu: Von nun an waren keine Arnies oder Rambos gefragt, die anscheinend unbesiegbar ihre Gegner kaltstellen. Bruce Willis führte die Rolle des Antihelden ein: Verletzbar, zynisch, genervt. Ständig ist er in Gefahr, aber er steckt nie auf und kämpft sich schwer verletzt doch zum Ziel.
Markenziechen dieses "Originals" ist ein perfekter Spannungsbogen, dessen Höhepunkt mit der Explosion des Daches erreicht ist. Davor darf sich McClane alleine gegen 12 Terroristen durchschlagen und schafft es mit List und Tücke immer wieder, der Übermacht zu entkommen. Dabei lässt er Sprüche los, die sicherlich in die Zitatesammlung vieler Filmfans aufgenommen wurden: "Wer fährt da unten, Stevie Wonder?" - "9 Millionen Terroristen gibt es auf der Welt, und ich gerate an einen, der kleinere Füße hat wie meine Schwester" usw. Immer wieder sorgen Willis’s Sprüche für Lacher, Brüller sind auch Argyles Auftritte in der Tiefgarage.
Der Film steht und fällt mit Bruce Willis: Auch wenn Shootouts und Pyrotechnik überzeugen, so ist er der Hauptgrund dafür, dass der Erfolg des Films so riesig war. Er ist geradezu der Inbegriff des Antihelden. Mir fällt keiner ein, der die Rolle des McClane sonst noch spielen hätte können Dazu kommt noch die ultracoole Synchronstimme Manfred Lehmanns.
Alan Rickmann überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie: Richtiggehend diabolisch spielt er den Terroristenführer Hans Gruber (der in der deutschen Fassung übrigens Jack heißt). Ständig strahlt er eine Aura der totalen Kontrolle aus, man hat niemals das Gefühl, dass er etwas nicht im Griff hat.
Die Musik hält sich im Gegensatz zu heutigen Blockbustern, bei denen das Getöse bombastisch aus den Lautsprechern ertönt, dezent zurück. Bis auf den Evergreen "Let it snow" gibt es nicht recht viel zu hören. Ein wenig nervend ist das Geigenspiel bei der Betriebsfeier, das total einschläfernd wirkt. Richtig gute Musikuntermalung gibt es in der Szene, als der Tresorraum geknackt wird: "Freude schöner Götterfunken" erschallt und jagt einem eine Gänsehaut über den Rücken.
Fazit:
Der Film, der das Actiongenre revolutionierte. Bruce Willis verkörpert einen völlig neuen Antihelden mit dem typisch-zynischen McClane-Humor, die harten Shootouts und Explosionen stellen jeden Actionfan zufrieden. Das "Einer gegen Alle"-Prinzip bekam von da an eine völllig neue Bedeutung, "Die Hard" blieb darin unerreicht - bis heute!
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von MäcFly
Zurück
 |
 |
|