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Schatz zum Verlieben, Ein (2008)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 28.04.2008, seitdem 612 Mal gelesen


Eine Art Remake Karibikfilms…26.04.2008

Ich war mal wieder im Kino, denn ich hatte das dauerhaft schlechte Wetter satt. So ging es mir schon einmal, vor etwa zwei Jahren, als ein Sommer keiner war und nur ein Film mich aufmuntern konnte. Seinerzeit tauchte Paul Walker in der Karibik nach versunkenen Schätzen, mußte sich aufgrund eines Drogenfundes mit Gangstern herumschlagen und behielt schließlich doch die Oberhand. Und nun, zwei Jahre später, sehen wir fast die gleiche Story, lediglich die Darsteller sind nicht dieselben – und eine Spur mehr Liebe ist mit an Bord der Luxusjacht, von der diverse Tauchgänge unternommen werden. Doch warum die Deutsche Fassung einen dermaßen dummen Titel bekommen hat, entzieht sich ebenso meiner Kenntnis wie die Tatsache, daß wir einen Hauptdarsteller haben, der den ganzen Film über so dreinblickt, als habe er bei simpler Additionsrechnung zu wenig Zehen und Finger…und was die quietschende Lady mit an Bord soll, weiß ich bis heute nicht.

Matthew McConaughey spielt mit tumbem Blick den Schatzsucher Finn, dessen Ehe soeben geschieden wurde. Kate Hudson spielt mit etwas intelligenterem Blick seine Frau, und angesichts der weiteren Figurenkonstellation ist schnell klar, daß die Scheidung nicht von Dauer ist. Wir lernen: Frauen fliegen eben doch auf gutgebaute Männer. Finn nun ist einer gesunkenen Galeone auf der Spur, hat Schulden beim örtlichen Gangster, aber auch Glück, denn seine Ex arbeitet als Stewardeß auf einer Luxusjacht. Deren Eigner wiederum, altersmild und irgendwie nur nett Donald Sutherland, sponsort gerne die Schatzsuche, denn diese bringt die jungen Leute sicher wieder zusammen und auch die eigene Tochter weg vom Geldausgeben als Lebensinhalt. Alles fügt sich zusammen, Nebenfiguren wie Ray Winstone sind mittendrin und doch nur dabei, und zehn Minuten nach Ende des Films ist alles vergessen.

Aber trotzdem…manchmal machen Filme wie dieser einfach Spaß. Wir sehen Strände, Palmen, Fische, hören Reggae, wünschen uns ein Bier in die Hand und einen Liegestuhl an einem Strand, lassen uns berieseln, finden selbst die nervige Tochter nicht nervig, sind beinah drogenmild…bei objektiver Betrachtung ist das ganze Treiben natürlich hanebüchen, die Story zum großen Teil a) dämlich und b) geklaut, nämlich fast eins zu eins bei „Into the Blue“, die Leistungen aller Mitwirkenden eher durchschnittlich bis mäßig…und auch Blut und Gewalt fehlen ebenso wie gute Spezialeffekte. Aber angesichts der sehr lässigen Grundstimmung des Films treten diese Dinge in den Hintergrund, man lehnt sich zurück, läßt sich einfach berieseln und findet den Film gut, obwohl man es nicht sollte…das ist mal eine gute Gehirnwäsche, aber angenehm - 7/10.


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