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Dobermann (1997)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 08.05.2009, seitdem 349 Mal gelesen
In den Strassen von Paris treibt ein neuer Gangster sein Unwesen, sein Name: Dobermann. Seit er von seinem Onkel zur Taufe seine erste 3-57er Magnum bekommen hat steht der Dobermann auf der anderen Seite des Gesetztes, und plant mit seiner Gang den gefährlichsten Coup ihrer Laufbahn. Die Gang will gleich mehrere Banken nacheinander leerräumen! Doch der von seinen Kollegen auch gern mal als Faschistenschwein bezeichnete Kommisar Christini will ihren Plan durchkreuzen. Obwohl er für diesen Fall nicht zugeteilt wurde macht er sich auf die Suche nach Dobermann, besessen von dem Gedanken ihn endlich fassen zu können. Aber: leicht macht es ihnen der Dobermann nicht. Um bei ihren Überfällen möglichst ungestört zu sein begehen Strohmänner zeitgleich überall in der Stadt kleinere Delikte um die Polizei abzulenken...
Von Dobermann hatte ich bisher mein Lebtag noch nie was gehört. Jedoch die üblichen Verdächtigen (cooles Cover, knackige Werbesprüche) haben mich dann doch mal neugierig gemacht. Und endlich, nach gefühlten 387 Fehlversuchen, endlich mal wieder ein absoluter Volltreffer. Dobermann rocks the House. Absolut schräge überzeichnete Charaktere treffen sich in einer tarantesquen Räuber und Gendarm Geschichte, die in Sachen Brutlität und menschlicher Sickness zumindest unter Europroduktionen ihres gleichen sucht. Schräger Humor ist ebenfalls reichlich vorhanden, am besten gefiel mir die Szene mit der senilen Oma in der Bank und natürlich die zynischen One Liner des toughen Oberbullen, der hervorragend von Tcheky Karyo dargestellt wird. Überhaupt gibt es hier keine Grenzen zwischen gut und böse, die Polizei geht mit mindestens genauso menschenverachtenden Methoden wie die nominellen Bösmenschen vor. Da wird ein Baby durch die Gegend geworfen, Kriminelle während des Verhörs erschossen oder überhaupt bei Schiessereien keine Rücksicht auf Unschuldige genommen, mei wäre hierzulande ein Aufschrei wenn sowas mal in einer Derrick Folge gezeigt würde. Überhaupt warum bekommen wir deutschen nicht mal so einen Film hin, die Franzosen drehen doch Filme dieser Güteklasse öfters (Purpurnen Flüsse, Pakt der Wölfe), während aus Teutonenland nur irgendwelche Dramen oder seichte Komödien kommen.
Ich kann Dobermann nur jedem ans Herz legen, der irgendwie ein Herz für knallharte Gangsteraction mit komplett durchgeknallten Handelnden hat. wäre das seltsame Ende nicht gewesen wär auch die Höchstpunktzahl drin gewesen. Vive la France (außer beim Fußball)
9/10
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