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Carriers (2009)

Eine Kritik von ChainsawHorst (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 20.08.2009, seitdem 1176 Mal gelesen


Zwei junge Pärchen (Bruder und Schwester samt Anhängseln) auf dem Roadtrip durch die Einöde auf der scheinbar auswegslosen Flucht vor dem bösen Ultravirus. In erster Linie gilt es bei dem illustren Familienausflug den menschlichen Trägern der infektiösen Erkrankung auszuweichen, da die Ansteckungsgefahr als hoch und letztlich der Ausbruch des Siechtums als tödlich gilt. Kaum hat der Film begonnen, sieht man sich aber auch gleich mangels fahrfähigen Vehikels dazu gezwungen, mit einem Mann samt infizierter Tochter die lustige Fahrt nach Nirgendwo weiterzuführen...
Viel mehr lässt sich über die Handlung kaum sagen, ohne (wie der Trailer) die wenigen, elementaren Bestandteile des Films zu verraten.

Auch wenn man über die komplette Laufzeit beide Paare verfolgt, so entsteht kaum eine nennenswerte Bindung des Zuschauers zu den Charakteren. Dies könnte wohl daran liegen, dass man Captain Kirk (Chris Pine) als altavistischen Alpha-Male-leading character nicht unbedingt sympathisch finden muss, sich dessen Freundin schlicht und ergreifend verdammt blöd im Umgang mit der potentiellen Gefahr verhält und auch die Freundin des kleinen Bruders (Emily VanCamp) als schweigsame Tussi, die sämtliche unangenehmen Parts schön auf den eigenen Freund abwälzt, nun auch nicht unbedingt sämtliche Sympathien der Welt auf sich vereinigen lassen kann. So plätschert der Streifen nun mal bis zum Ende ziemlich gleichgültig vor sich hin. Keine sonderlich guten Voraussetzungen für einen Film, der viel mehr Drama als Horrorfilm ist und dadurch auch mit seinem rührselig anmutenden Schluss kaum punkten kann. Geschildert wird der Kampf gegen die Windmühlen ohne viel Special-Effects-Trara. Gut, man könnte natürlich titulieren, dass es der Film einfach nicht nötig haben würde, die großen Explosions- und Splattergeschütze aufzufahren, aber irgendwo hätte der Chose ein wenig mehr Action schon ganz gut getan, wenn schon die Darsteller zwar einen guten Job gemacht haben, dem Zuschauer aber ihr Schicksal dennoch irgendwo ziemlich egal ist.

Im Rahmen der trendy Schweinegrippe hat es also dieses Drama zum Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfests 2009 geschafft. So wirklich schlecht ist es ja nicht –aber eben auch ganz sicher kein Werk, das sonderlich im Gedächtnis kleben bleibt, oder das man unbedingt mal gesehen haben müsste. Okay, schön abgefilmt sind die Wüstenlandschaften schon, so dass sich die Postkartenidylle wirklich ansehnlich auf der Leinwand ausbreiten kann – aber das ist nun mal kein ausreichendes Kriterium für 90 Minuten Laufzeit.


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