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Transsiberian (2008)
Eine Kritik von Der Video-Opa (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 12.11.2009, seitdem 465 Mal gelesen
Endlich mal wieder ein schlauer Ben Kingsley - denkt man. Aber leider hat er nicht die Hauptrolle. Genauso wenig wie Thomas Kretschmann.
Die haben leider vier andere. Die Charaktere sind unangenehm und dämlich. Ein naiver Witzbold, eine verklemmte Frau, ein ständig heißblütiger Spanier, und eine zu junge schweigsame Frau. Die Story beharrt aber darauf, Beklemmung zu erzeugen, und so bleiben wir bei der verklemmten Frau, wohl diejenige, die man sich am wenigsten gewünscht hätte.
Der Film weiß nicht so recht, wohin er will. Einerseits werden mit wackliger Kamera fremde Menschen studiert, ein fremdes Land gezeigt, andererseits mit Mühe Unsicherheit und Spannung gehalten. Das fremde Land wird denn auch nur grau in grau gezeigt, unwirkliche Menschen, abweisend und unfreundlich. Als Tourist wäre man wohl zu Recht eingeschüchtert, als Zuschauer fängt man an, sich zu langweilen.
Erst in der zweiten Hälfte, wenn Ben Kingsley auch den Zug besteigt, und sich die Zufälle und Ungereimtheiten häufen, wird langsam ein Drama nach guter alter Hitchcock-Manier geschürt. Zugegeben, der Zuschauer wird einige Male in die Irre geführt, aber so dumm, wie sich die Protagonistin jetzt verhält, bleibt man der Spannung fern, wünscht sich eine ruhigere Kamera, wünscht sich überhaupt einen anderen Regisseur, besser einen ganz anderen Film.
Das Schlusskapitel ist leider so überraschend, wie der Film zu lang, die Figuren zu ungenau, und die Story zu löchrig.
 | "Surprise me!" BETA |
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