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Breaking Bad [TV-Serie] (2008)
Eine Kritik von Lesotho (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 26.05.2010, seitdem 1819 Mal gelesen
"Breaking Bad" erzählt die Geschichte von Walter, einem schlecht bezahlten Chemielehrer an einer öffentlichen Schule in Albuquerque, New Mexico. Seine Frau erwartet ein zweites (ungeplantes) Kind, sein 15jähriger Sohn Junior hat Kinderlähmung. Walter erkrankt an Lungenkrebs, obwohl er nie geraucht hat. Leider ist seine Krankenversicherung so miserabel, dass ihn alleine die Chemotherapie in den Ruin stürzen würde. Zufällig bekommt er eine Razzia der Drogenpolizei mit (sein Schwager arbeitet dort) und sieht einen Verdächtigen flüchten. Dieser Flüchtiger, Jesse, ist ein ehemaliger Schüler von Walter, der sich nun mit kleinen Drogengeschäften über Wasser hält. Walter nimmt Kontakt mit Jesse auf, denn er will Crystal Meth brauen, um seine Behandlung zu bezahlen und eventuell seiner Familie in Falle seines Todes etwas hinterlassen zu können, und mit seinem Wissen als Chemielehrer hat er die idealen Voraussetzungen dafür. Jesse soll im Gegenzug Räumlichkeiten zum Kochen zur Verfügung stellen und das Meth verkaufen. Langsam nimmt der irrsinnige Plan Formen an und Walt wird zu "Heisenberg", dem Crystal Meth-König der Stadt, der immer mehr in einem Netz von Lügen lebt, um seiner Familie nichts von seinem Doppelleben erzählen zu müssen.
"Breaking Bad" (wörtlich so etwas wie "Böse werden") stammt aus der Feder von Vince Gilligan, der auch Produzent, Autor und Regisseur bei den X-Akten war. Sein neues Projekt im US-Kabelfernsehen hat jedoch wenig mit dieser wunderbaren Mystery-Serie zu tun, vielmehr ist es ein rabenschwarze Komödie mit dramatischen Entwicklungen. Und sie ist für mich das Allerbeste, was ich seit Jahren im Fernsehen gesehen habe. Nichts hat mich seit "Seinfeld" mehr so begeistert - und es gibt zurzeit sehr viele gute US-Serien, sei es "Californication", "Dexter", "Desperate Housewives", "True Blood", "Curb Your Enthusiasm" oder "Hung"!
"Breaking Bad" hat mich einfach in Staunen versetzt, seine Storyline ist nicht vorhersehbar, seine Schauspieler (v.a. Bryan Cranstan - bekannt als Vater in "Malcolm Mittendrin" - als Walt) ist überragend, seine Atmosphäre unfassbar treffend, es ist spannend, makaber, bewegend. Kurzum: großartig. Und diese Serie beweist, wie viele Lichtjahre das amerikanische Serienfernsehen dem Rest der Welt voraus ist.
Und es gibt, nach Sehen zweier Staffeln (die 3.läuft momentan im US-TV), noch viel Potenzial. Es gibt neue Entwicklungen, so zwischen Walt und Jesse, den er am Anfang nur als unfähigen Junkie sah, aber immer mehr so etwas wie väterliche Gefühle für ihn entwickelt; sein Schwager, der bestimmt nicht der erfolgreiche DEA-Agent ist, für den er gehalten wird (und als den er sich sieht) usw.
Kurzum: allerhöchste Kauf- und Ansehempfehlung. Ich bin platt!!
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