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Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989)

Eine Kritik von Coolidge (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 20.03.2006, seitdem 428 Mal gelesen


1989 komplettierte Steven Spielberg mit Indiana Jones Und Der Letzte Kreuzzug die Trilogie. Für viele, inklusive mir, der beste Film der Reihe. In vielen Punkten wirkt der Film fasst wie ein Remake von Jäger des verlorenen Schatzes, sind die Parallelen in Sachen Plot, Setting, usw. doch recht ausgeprägt.

Nachdem Indys Vater auf der Suche nach dem Heiligen Gral von Nazis entführt wurde, macht er sich auf den Weg nach Venedig um die Spur aufzunehmen. Es entwickelt sich ein Wettlauf mit dem Nazi Regime um den Fund des heiligsten aller Kelche.

Ich muß gleich mal was klarstellen. Der Film ist perfekt. Von vorne bis hinten. Von oben nach unten. Von Hinz bis Kunz. Hier gibt es wirklich gar nix zu meckern. Der Scheiss ist unterhaltsam bis in die Fingerspitzen, durchsetzt mit wirklich erstklassigen (und vor allem auch schlüssigen) Actionsequenzen (da sollte sich ein Bruckheimer oder Bay mal ne Scheibe von abschneiden) ohne das die Charakterzeichnung oder der Witz auf der Strecke bleiben würden. Vom Tempo und Pacing her ohne Zweifel ein Referenzwerk des Unterhaltungskinos. Wirklich die kurzweiligsten 120+ Minuten die ich bisher mit Filmeschauen verbracht habe.

Ich habe Leute schon sagen hören, ihnen gefälle der Humor des Films nicht. Von Altherrenwitz war da die Rede. Ist mir aber ehrlich gesagt völlig unklar wie man zu so einem Urteil kommen kann, aber vielleiht gehöre ich ja schon selbst zur Altherrenfraktion. Das Zusammenspiel von Ford und Connery ist brilliant. Getragen von den beiden wird der Film sogar zeitweise zu einem richtigen Buddy Picture. Die Vater/Sohn Beziehung ist aber auch sonst nicht unwichtig für den Film. Da sieht man mal wieder Spielbergs immer wiederkehrendes Family Values Motiv, aber wesentlich intelligenter aufgearbeitet als z.B. bei Krieg der Welten.

Der Wille die Indiana Jones Reihe wieder auf alten Kurs zu bringen ist hier allgegenwärtig. Wieder wird ein mythisches christliches Artefakt gesucht, wieder sind die Nazis die Gegenspieler und ohne hier zuviel verraten zu wollen, das Ableben des Hauptbösewichts erinnert zumindest optisch auch an den Erstling. Sogar die Bundeslade taucht wieder für einen Moment auf. Man wollte wohl den etwas misslungenen Indiana Jones und der Tempel des Todes vergessen machen, was mehr als gelungen ist. Durchaus war zu befürchten, daß dieser Film nur ein Aufguss des ersten Indy wird. Die große Leistung Spielbergs hierbei ist es wohl so etwas wie ein optimiertes Update hinbekommen zu haben, was meines Erachtens ziemlich einzigartig ist. Größer, weiter, spektakulärer heißt hier nähmlich ausnahmsweise mal auch besser.

Perfektes Kino wie wir es seitdem von Spielberg leider nicht mehr gesehen haben.

10/10


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