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Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989)

Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 10.08.2002, seitdem 838 Mal gelesen


Im (vorerst) letzten Teil der Trilogie begibt sich Indiana Jones (Harrison Ford) auf die Suche nach dem Heiligen Gral, welcher der Sage nach demjenigen, der daraus trinkt, ewiges Leben schenken soll. Doch zunächst muss Indy seinen Vater (Sean Connery) befreien, der von den Nazis auf einem Schloss in Österreich gefangengehalten wird. Es beginnt ein Wettlauf mit den Nazis, die den Gral unbedingt zu Machtzwecken missbrauchen wollen.

"Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" übernimmt mehrere Elemente aus dem ersten Teil: Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg, Indy bestreitet wieder ein Wettrennen mit den Nazis nach einem sagenumwobenem Artefakt und die Schauplätze sind zum Glück wieder rund um den Globus verteilt, nicht wie im zweiten Teil nur in einem Tempel angesiedelt. Jedoch ist der dritte Teil keineswegs eine Kopie von "Jäger des verlorenen Schatzes", sondern hat genug eigene Ideen und wird so der für mich beste Teil von allen.

Nach der Einführung, die uns das Leben des jungen Indiana Jones näher erläutert und Fragen, die in den Vorgängern aufgeworfen wurden, beantwort gibt es eine kurze Einführung, in der man erfährt, dass die Hälfte einer Steintafel gefunden wurde, auf der entscheidende Hinweise auf das Versteck des heiligen Grals zu finden sind und dass Indys Vater auf der Suche nach demselben verschwunden ist.

Seine Suche beginnt Indiana Jones in Venedig. Schon hier geht es actiongeladen zur Sache, zunächst müssen Indy und seine Kontaktperson Dr. Elsa Schneider (Alison Doody) vor einem Feuer in den Katakomben unter einer Bibliothek in Venedig flüchten. Anschließend gibt es eine temporeich inszenierte Jagd mit Motorbooten zu bewundern. In diesem Abschnitt zeichnet sich schon ab, dass diser dritte Indy-Teil der humorvollste ist. Es gibt einige Seitenhiebe auf die Vorgänger sowie eine urkomische Sequenz, in der Indy samt Assistentin aus einem Gulli mitten in einem Straßencafé gekrochen kommen.

Weiter geht es auf ein Schloss in Österreich (mein persönlicher Lieblingsschauplatz), in dem Prof. Henry Jones, Indys Vater, gefangengehalten wird. Connerys Auftreten gibt dem Film dann noch dem entscheidenden Pep. Seine Dialoge mit Harrison Ford haben mittlerweile fast Kultstatus erreicht und sind an Witz nur schwer zu überbieten. So ein Partner fehlte in den Vorgängern einfach.

Die Actionszenen gehören zu meinen persönlichen All-Time-Fvourites. Nie gibt es ein Pause, ständig sind Verfolgungsjagden vom Feinsten geboten, die dazu noch einige Lacher bereithalten. Z.B. die Szene im Flugzeug, als Sean Connery mit dem MG das eigene Heck wegschießt.

Die letzte Location ist, wie schon in Teil 1, Ägypten. Sympathiefigur Sallah (John Rhys-Davies) ist wieder mit von der Partie, ebenso wie der schusselige, aber liebenswerte Marcus Brody (Denholm Elliot). Auch hier wieder eine Actionsequenz nach der nächsten und ein mystischer Schluss, der meiner Meinung nach noch etwas düsterer und überraschender hätte ausfallen müssen. So gerät das Ende etwas zu mainstreamig, bleibt aber dennoch spannend.

Zusammengefasst bietet dieser Teil der Indiana Jones Trilogie alles, was einen guten Film ausmacht. Action, Spannung und Witz werden in Perfektion kombiniert, dazu spürt man förmlich die Freude, die die Schauspieler beim drehen selber haben mussten. Dass ein vierter Teil kommt gilt mittlerweile als fast sicher. Fast würde ich mir wünschen nicht, denn der muss verdammt gut werden um Teil drei zu übertreffen.


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