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Babylon A.D. (2008)
Eine Kritik von Onkel87 (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 16.01.2010, seitdem 325 Mal gelesen
Vin Diesel widmete sich nach einem Ausflug zur Komödie wieder dem Actionfilm. Und das ist auch wahrlich besser so. Zwar war Der Babynator kein Flop aber der Mann braucht einfach Explosionen und Kugeln um glaubwürdig zu wirken.
Und obwohl Vin Diesel sein möglichstes tut und das für ihn typische Raubein mimt will Babylon A.D. einen nicht wirklich vom Hocker reißen.
Dies liegt vor allem an der viel zu hektischen und flippigen Story. Insbesondere am Ende hat man mühe noch mitzukommen und zu verstehen was Regisseur Kassovitz versucht zu erzählen.
In der Zukunft: Europa (oder zumindest Osteuropa) ist total verkommen und gleicht einem einzigen Kriegsgebiet und in Amerika steppt der Bär.
Söldner Toorop (Vin Diesel) soll für eine halbe Million Dollar und eine gültige Einreisegenehmigung in die USA ein verstörtes Mädchen und eine resolute Nonne von Russland ins „gelobte Land“ bringen.
Schon bald tauchen aber die ersten Verfolger auf und versuchen das Mädchen in ihre Gewalt zu bringen. Doch Toorop ist sein Geld wert …
Soviel zum Plot. Im Grunde ist die Geschichte nicht schlecht, leider wird sie ab einem Punkt viel zu abgehoben für einen Actionfilm und für einen Sci-Fi-Film wird die Geschichte nicht gut genug erzählt. Ohne etwas Spoilern zu wollen, aber die Geschichte wird am Ende so abwegig das man nicht mitkommt, vor allem weil es so fernab jeder Vermutung und Wahrscheinlichkeit ist und dem Zuschauer in den letzten Minuten vor die Nase geworfen wird ohne das dieser es richtig realisieren kann. Hier fehlen dem Film meiner Meinung nach noch 15 bis 20 Minuten, in denen sich die Auflösung der Geschichte richtig entwickeln kann.
Sieht man einmal davon ab ist Babylon A.D. durchaus kein schlechter. Das dreckige und düstere (Ost)europa und das morderne New York kommen, genau wie die futuristischen Gadgets und Hilfsmittel, so gut rüber wie es seit Blade Runner kein Film mehr geschafft hat.
Die Darsteller machen ihre Sache größtenteils gut. Vin Diesel leistet ordentliche Arbeitet als anfangs wortkarges Raubein das sich im verlauf des Films immer mehr öffnet, das Mädchen (Melanie Thierry) wirkt die ganze Zeit wie auf schlechten Psychopharmaka und Michelle Yeoh als Schwester Rebecca ist vom Schauspielerischen die beste Darstellerin. Bei Gerard Depardieu muss man zweimal anschauen um ihn zu erkennen, hier hat (hoffentlich) die Maske gute Arbeit geleistet.
Regisseur Mathieu Kassovitz hatte bereits mit Die Purpurnen Flüsse bewiesen, dass er sein Handwerk versteht. Auch Hass soll ja hervorragend sein. Gothika war zumindest ein finanzieller Erfolg.
Fazit:
Und trotzdem stört mich auch nach Tagen noch das Ende des Filmes. Darum bin ich auch hin und her gerissen ob ich ihm 6 oder 7 Sterne geben soll.
Gegen einen Blade Runner kommt Babylon A.D. nicht im entferntesten an, ist aber irgendwo eine erfrischende Abwechslung zu anderen aktuelleren Zukunfts-Visionen wie Terminator 4.
Gute Action, ordentliche Darsteller, glaubwürdiges Szenario gegen mäßig hintergründige Handlung = 7/10
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