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Ruinen (2008)

Eine Kritik von horror1966 (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 03.04.2009, seitdem 480 Mal gelesen


Eine Gruppe befreundeter Collegestudenten besichtigt eine unberührte Ruine der Maya und stolpert in eine uralte Falle. Darin wartet etwas unaussprechlich Böses daruf, seine Opfer in einem nicht enden wollenden Albtraum aus Angst und Horror zu zerren. Angst und Paranoia fressen sich in ihren Verstand, denn ihre einzige Chance zur Flucht besteht darin, das Undenkbare zu begehen.


Als erstes sollte ich erwähnen, das ich das dem Film zugrunde liegende Buch nicht kenne und ich glaube, das es so auch besser ist und man den Film objektiver betrachten kann. Hier ist ein wirklich sehr guter und auch innovativer Horror / Thriller entstanden, der dem Betrachter ein Szenario präsentiert, das endlich mal etwas Neues bietet als den sonst doch üblichen Einheitsbrei.

Endlich geht es einmal nicht um einen psychophatischen Serienmörder, hier hat man einmal einen nicht so handelsüblichen Teenie-Slasher, die bedrohung kommt von einer vollkommen anderen Seite und das ist meiner Meinung nach die grosse Stärke des Films. Regisseur Carter Smith ist es hier gelungen, eine sehr interessante Geschichte sehr interessant und faszinierend in Szene zu setzen, ohne dabei auf übertriebene Brutalität zurückzugreifen, obwohl auch hier einige wenige härtere Szenen vorhanden sind, die aber keineswegs überzogen oder unangebracht wirken.

Vor allem die besonders dichte und beklemmende Stimmung, die sich hier nach einem eher fröhlichen und unbeschwerten Filmbeginn entfaltet, ist ein absolutes Highlight. Man kann das aufkommende Unheil und den damit verbundenen Horror vor dem Bildschirm praktisch spüren und fühlt sich so doch teilweise ziemlich unwohl in seiner Haut. Der bis dahin eher unbeschwerte Urlaub der Protagonisten nimmt eine Wendung, mit der wohl keiner gerechnet hat.

Es baut sich innerhalb kürzester Zeit ein extrem straff gespannter Spannungsbogen auf, der dafür sorgt, das man als Betrachter die gesamte Zeit über förmlich unter Strom steht. Doch auch die wirklich guten Darsteller schaffen es, durch ihre guten Leistungen dafür zu sorgen, das man sich sehr gut in das gezeigte Szenario hineinversetzen kann. Sie schaffen es, den entstehenden Horror plastich und sehr ausdrucksstark zum Betrachter zu transportieren, so das dieser phasenweise das Gefühl vermittelt bekommt, ein Teil der Geschichte zu sein.

Wie der Film im Vergleich zum Buch ist, kann ich wie gesagt nicht beurteilen, aber als eigenständiges Werk gesehen ist "Ruinen" ein erstklassiger Horrorfilm, der auch mal etwas Neues bietet und dadurch sehr erfrischend wirkt. Freunde spannender Unterhaltung ist dieses Werk jedenfalls wärmstens zu empfehlen, denn hier ist Gänsehaut vorprogrammiert.


8/10


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