Die Tänzerin Eva (Heidi Hansen) ist ohnehin unzufrieden mit ihrer Situation. Als sie überraschend das Palast Hotel am Wolfgangsee erbt, kündigt sie gemeinsam mit ihrer Freundin, der Sekretärin Maxi (Jutta Speidel) den Job, um ein neues Glück als Hotelier zu suchen. Auf dem Wege treffen sie eine Band, die ihm Weißen Rößl - dem ersten Haus am Platz - auftreten will. Der Sänger Jürgen (Michael Schanze) verguckt sich sogleich in Eva. Als die beiden Mädchen schließlich in Maxis klappernden Käfer Moritz ans Palast Hotel gelangen, stehen sie vor einer Bruchbude, die nur vom Hoteldiener Zacherl (Paul Löwinger) und seinem Pferd Murli bewohnt wird.
Mit der nun dritten Verfilmung seines Stoffes zeigt Franz Antel kaum Ermüdungserscheinungen. In Außer Rand und Band am Wolfgangsee greift er auf populäre, junge Darsteller zurück (darunter auch der mit den Lümmelfilmen erfolgreiche Hansi Kraus) und paart frechen Humor mit der Musik des jungen, aber bereits erfolgreichen Michael Schanze. Im Finale gibt dann Roberto Blanco mit einem Gesangsauftritt ein Stelldichein. Ein beliebtes Konzept, welches seine heiter-seichte Wirkung erfolgreich anstrebt.
Wie die Mädchen mit knapp bekleideten Freundinnen nun versuchen, aus dem alten und mit Schulden belegten Kasten einen laufenden Betrieb zu machen, gestalten sie das Hotel in poppigen Farben. Gewitzt weiß besonders Maxi die Männer flirtend um den Finger zu wickeln und so weitere Unterstützung aufzutun. Als Schwarzes Rößl geht das Hotel nun in die direkte Konkurrenz zum Weißen Rößl und so tun sich mannigfaltige Optionen auf, mit denen die Wettbewerber versuchen sich gegenseitig auszutricksen.
Nirgens schlägt man über die Stränge. Dennoch überträgt Antel den Schwank der Elterngeneration in ein sympathisch aktuelles Gewand. Außer Rand und Band am Wolfgangsee überzeugt vielleicht gerade, weil nur dezent mit dem Einsatz weiblicher Reize kokettiert wird und übertriebener Klamauk ausbleibt. Mit züchtiger Romantik und flotter Musik plätschert der Film wie frisches Quellwasser. Da man vom daraus gebildeten Verlauf auch keinen Tiefgang erwartet, erweist sich die wirklichkeitsferne Schlageridylle als erstaunlich genießbar.