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Vergessene Welt - Jurassic Park (1997)

Eine Kritik von anno nym (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 19.06.2003, seitdem 1578 Mal gelesen


Nachdem ich in letztens endlich mal wieder Jurassic Park 2 geschaut habe (hatte ihn vorher erst einmal bei Kinostart gesehen), war ich doch etwas verwundert, wie sehr ich mich in meinen Erinnerungen in den Film getäuscht habe.
Aber ich fang mal von vorne an:
Jurassic Park 2 kommt einen so vor, als hätte man ein Kind in einen Spielzeugladen eingesperrt und es probiert dort alle Spielsachen aus, die es finden kann. Und so wirkt der Film dann auch wie ein Flickwerk aus allen möglichen Zutaten und lässt sich schlussendlich auf die Bezeichnung „Kinderfilm“ reduzieren. Schon die Story ist ziemlich billig. Von Michael Chrichtons „Vergessene Welt“ Roman ist bis auf das lose Grundgerüst nicht mehr viel übrig (war ja schon beim ersten Teil so), stattdessen lässt sich die Handlung jetzt auf „Zwei feindliche Expeditionsteams kommen auf die Insel, werden von den Dinos dezimiert und schließen sich für die Flucht zusammen“ reduzieren. Am Ende des Filmes folgt dann noch mal ein völlig blödsinniger und unpassender Anhang, nämlich wenn ein T-Rex durch San Diego rennt. Die Dialoge sind ziemlich kurz gehalten und beschränken sich nur auf Handlungsrelevante Dinge, die einzelnen Charaktere werden nicht näher beleuchtet und es wächst einem höchstens Ian Malcolm (durch Jeff Goldblums vorzügliches Schauspiel) ans Herz. Der Rest wird halt einer nach dem anderen gefressen, ohne dass es einen groß juckt. Die eigentlichen Stars des Films sind natürlich die Dinos, die wirklich sehr gut animiert wurden und ziemlich bedrohlich wirken.
Die Musik von Willams beinhaltet natürlich wieder die Themes von Teil 1, hat jedoch viele neue erfrischende Elemente zu bieten und letztendlich klingt alles ziemlich nach Dschungel. Trotzdem ist sie als einzelner Soundtrack nicht zu empfehlen, dafür ist sie zu eintönig.
Nunja, den ganzen Film lang sieht man nun Menschen rumschreien und rumrennen und ab und zu wird auch mal einer oder mehrere gefressen (der Bodycount ist gegenüber Teil 1 deutlich gestiegen) und das ganze unterhält auch, aber irgendwie hat es Spielberg geschafft, dass das alles so überzogen, unrealistisch und teilweise regelrecht slapstickhaft wirkt, dass man es eben nur einen Kinderfilm nennen kann.
Insgesamt ein unterhaltender, anspruchsloser Film, den man sich in einer Stunde der Muße ruhig mal anschauen kann. Zuviel sollte man allerdings nicht erwarten...
7/10


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