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Tanz der Teufel (1981)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 14.08.2002, seitdem 503 Mal gelesen


"Tanz der Teufel" ist ein wunderbarer Mix aus Grusel und Splatter, der zum Klassiker mutierte. Allerdings hat der Streifen auch so seine kleinen Schwächen. Da wäre zum einen die Story, welche aus einem 08/15 Horrorfilm stammen könnte. Eine Gruppe von Jugendlichen macht also einen kleinen Ausflug und übernachtet in einem abgewrackten Haus, in das mich persönlich sowieso keine zehn Pferde bekommen würden. Im Keller finden sie ein Tonband und ein altes Buch. Auf dem Band ist zu hören, wie ein ehemaliger Hausbesitzer erklärt, dass man mit Hilfe des Buches die Toten aus ihren Gräbern holen könne. Sherry verirrt sich dann abends im Wald und wird von einem sehr lebendigen Baum vergewaltigt. Daraufhin verliert sie ihre Menschlichkeit und wird zu einem Untoten. Im Haus greift sie dann ihre Freunde an und das Gemetzel nimmt später seinen Lauf bis nicht mehr viele übrig sind. Warum genau sich alle "anstecken" und was da in den Wäldern umhergeistert, erfährt man eigentlich nicht. Alles in allem ist die Story so doch recht schwammig und zudem äußert simpel gestrickt.

Etwas negativ fallen auch die Masken auf, welche in einigen Einstellungen doch ziemlich billig wirken. Da merkt man eben, dass nicht ganz so viel Budget vorhanden war, um die Masken realistischer aussehen zu lassen. Eindeutig Pluspunkte sammelt der Film aber nun im Bereich Atmosphäre. Hier zahlt sich die billige Location aus, denn vieles spielt sich in der dunklen verfallenen Bruchbude ab, die, wie gesagt, schon vom Aussehen her wahrlich zum Gruseln animiert. Aber auch die Szenen im Wald mit den oftmaligen Kamerafahrten aus der Sicht des Bösen schaffen eine hervorragend bedrohliche Atmosphäre.

Die Effekte wirken teilweise etwas amateurhaft. So sieht der Nebel beispielsweise zu oft künstlich aus, weil man die Nebelmaschinen einfach zu schlecht platziert hat. Oder in einer anderen Einstellungen zum Schluss sehen die Löcher in der Vordertür, die ursprünglich durch die Hände eines Untoten entstanden sein sollen, verdächtig eingesägt aus.
Die Goreeffekte sitzen dafür aber um so besser. Obwohl es im ganzen Film nur die fünf Teenager gibt, werden die Augen des Zuschauers reichlich mit Blut verwöhnt.
Da wird mal mit der Axt zerhexelt oder es gibt einen "Eye-Gouge", wobei die Augäpfel hier allerdings richtig zerdrückt werden... Fast alles, was das Splatterherz begehrt, ist also dabei. Dazu kommt noch ein gewisser schwarzer Humor, der den Film wunderbar abrundet. Besonders deutlich wird er wohl mit der Abspannmusik.

Fazit: Die größten Stärken liegen bei "Tanz der Teufel" in der Atmosphäre und den gut gemachten Goreeffekten. In Sachen Story weist der Film aber Schwächen auf.(8+/10)


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