Eine Kritik von geogaddi (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 08.02.2003, seitdem 587 Mal gelesen
Es kann nie gut gehen wenn ein Amerikaner einen Film über den zweiten Weltkrieg in Europa macht, auch nicht, wenn dieser Herr Stephen Spielberg heißt. Ich achte Spielberg und viele seiner Filme und Produktionen haben einen hohen Status, allerdings hat er sich mit Schindlers Liste etwas viel zugetraut. Der Film driftet wie der Soldat James Ryan extrem ins Klischee ab und präsentiert eigentlich nichts anderes als einen guten unter millionen bösen Deutschen. Dass es Arschlöcher und Wahnsinnige in der deutschen Armee des dritten Reichs gab, ist zwar ein Fakt, aber in jeder Armee jedes Landes gibt es diese Arschlöcher und deshalb darf man noch lange kein ganzen Volk abstempeln. Außerdem werden die Szenen schon viel zu kitschig präsentiert und können trotzdem nicht schockieren. Spielberg hätte viel mehr auf die Rolle der Juden eingehen sollen und nicht mit wenigen Szenen die Abscheulichkeit der Deutschen anprangern sollen. Auch wenn Ralph Finnes und Liam Neeson ihre Rolle wirklich gut spielen, kommt der Film nicht an den Rang eines Meisterwerks heran.
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