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Columbus Day - Ein Spiel auf Leben und Tod (2008)

Eine Kritik von mr-movie (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 02.01.2009, seitdem 476 Mal gelesen


Aufgrund der extremen Beschneidung meines Reviews vom 07.12.2008 hier noch einmal UNCUT und in voller Lautstärke:


KEIN ANSCHLUSS UNTER DIESER NUMMER!

* COLUMBUS DAY* ist absolut nicht zu empfehlen. Der Film ist Sinn- Thrill- und Actionleer; es gibt rein gar nichts an diesem Film, was einem Positiv auffallen könnte. Wirklich überhaupt nichts. Bei anderen "schlechten" Filmen gibt es zumindest irgendetwas "Gutes", und sei es nur eine gelungene Maske, Kameraeinstellung oder Szenenbild. Bei *Columbus Day* gibt es nichts interessantes.

Wer hofft, mit dieser 08/15-Telefon-Nummer einen Anschluss zu *Final Call* oder gar *Nicht auflegen* zu bekommen ist absolut falsch verbunden!

Fazit: Val Kilmer ist unglaublich monoton. Der Rotzlöffel nervt. Die eingestreuten Anrufempfänger sind überflüssig. Die Dialoge haarsträubend. Die Handlung ist pausenlos langweilig. Die "Action" am Anfang ist einzigartig unspektakulär. Die Szenerie ist grandios öde. Der Showdown findet hauptsächlich im Off statt. Das Ende ist heiß ersehnt.
Schulnote: 6- (1/10)


>> SPOILER: ab hier wird der "Inhalt" des Films preisgegeben <<

Visuell nichtssagend gibt es beschauliche Bilder aus dem "Echo-Park" in L.A. zu bestaunen, unter anderem schwimmende Enten, bürzelnde Schwäne, Efeu umrankte Bäume, akkurat gestutzte Liegewiesen, gleich mehrmals eine fulminante Wasserfontäne. Des weiteren werden ein paar Menschen gezeigt, die man schon vom sonntäglichen Spaziergang kennt; sie vergnügen sich mit quatschen, liegen, grillen, lesen, stehen, gehen usw. Das sind genau die Details die einem auffallen, wenn die Handlung kurzfristig für etwa 87 Minuten leicht ins Stocken gerät.
Weil eben auch sonst nicht viel mehr passiert kann man dabei zusehen wie Hunde gestreichelt, Tauben gefüttert, Hände geschüttelt, Hot Dogs gekauft, Takkos gegessen, Eis geschleckt und Drachen gestiegen gelassen getan werden. Wenn man nicht dabei einschläft bekommt man sogar bei voller Konzentration die extrem seltene Gelegenheit das Gras wachsen zu sehen (war aber vielleicht auch nur eine Halluzination).
Der "Echo"-Park als Drehort wurde sinnvollerweise aufgrund des hohlen Plots extra für den Film ausgewählt.

Die extrem belanglose Konversation von Val Kilmer wird fast ausschließlich über Handy oder Münztelefonzelle gehalten (also eine Mischung aus "Final Call" und "Nicht auflegen"), nur der kleine neunmalkluge Bubbi-Boy geht Val Kilmer (und dem Zuschauer) "live unplugged" mit seinem nervenden Gesülze auf den schlummernden Keks.
Häppchenweise wird die gnadenlos unspannende Vorgeschichte (wie kam Val Kilmer in diese Park-Position?) wahrlich spekt-Akku-leer in die Vorgarten-Szenerie eingestreut, sodass man mit der Zeit einen (wenn auch nicht näher erklärten) Grund für das gelangweilt verfolgte Happening serviert bekommt. Einen genauer definierten Einblick bekommt man also nicht (wäre auch zu kompliziert für den begabten Autor geworden) und natürlich wird auch der so wichtige Kofferinhalt pulp-fiction-mäßig geheim gehalten.
Noch ausführlicher und wesentlich langweiliger sind die Einbauten der einzigartig uninteressanten Familiendramatik. Sie haben noch nicht einmal auch nur annähernd einen dramatischen Effekt.

Falls mich mal wieder eines dieser "Telefonseelsorgen"-Filme oder irgendetwas wo "Val Kilmer" draufsteht in den DVD-Regalen anschreit, dann gibt es von mir nur noch eine Antwort:
"The person you call is temporary not available"


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