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Truman Show, Die (1998)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 21.10.2002, seitdem 623 Mal gelesen


In einem Fernsehzeitalter, in dem Nachmittags hirnlose Talk- und unglaubwürdige Gerichtshows das Programm regieren, entstand der Film "The Truman Show" gerade richtig, um den Medien einmal ordentlich in den Hintern zu treten. Um bei dem Rennen um Einschaltquoten zu bestehen, muss man dem Zuschauer etwas außergewöhnliches bieten. Absolut angesagt sind dabei die so genannten "Reality-Shows". "The Truman Show" ist ein extremer, fiktiver Fall, der hoffentlich nie in der Realität umgesetzt wird. Truman Burbank lebt isoliert von der Außenwelt in einer gigantischen Filmkulisse. Natürlich weiß er nichts von dieser künstlichen Welt, denn er wurde in sie hineingeboren.

Durch diese Idee ist der Streifen mal wieder ein innovatives Filmerlebniss, was heut zu Tage doch eher selten geworden ist. Die Handlung konzentriert sich auf einen wichtigen Abschnitt in Trumans Leben; nämlich die Zeit, in der er so langsam bemerkt, dass in seiner Welt irgendetwas faul ist. Die Spannung wird durch die Unwissenheit des Zuschauers, was Truman als nächstes plant, um dieser Stadt zu entfliehen, immer aufrecht erhalten. Dieser Welt zu entkommen, ist allerdings schwierig, denn der Schöpfer der Sendung Christof verbaut man ihm scheinbar alle Ausgänge. Ein Entkommen würde natürlich das Aus für die erfolgreiche Sendung bedeuten und zudem, wenn man diese Variante weiterspinnt, wohlmöglich zahlreiche Arbeitsplätze kosten.

Das wichtigste am Film bleibt aber die Kritik an den Medien, die hier mehr als nur einen Schritt zu weit gehen und einem Menschen seine Grundrechte als Staatsbürger irgendwo unterschlagen. Obwohl im Prinzip schon eine Verletzung der Menschenrechte vorliegt, denn in einer bestimmten Art und Weise ist Truman zwar frei, aber doch nicht wirklich, denn sein Leben wird von einem Drehbuch bestimmt.
Insgesamt bekommen die Medien aber noch öfter ihr Fett weg. Da wäre zum Beispiel die Kaffeewerbung mitten in der Show. "Schleichwerbung" kann man das schon nicht mehr nennen. Außerdem sind diese kleinen richtig schön spöttischen Einfälle auch witzig und komplettieren die humorvolle Seite des Filmes, die natürlich durch Jim Carey großen Einfluss erhält. Trotz der typischen Gesten gelingt es ihm aber, seiner Figur die benötigte Seriösität zu verleihen.

Fazit: Gerade durch die interessante Thematik ist "The Truman Show" ein erfrischender Film, welcher der Mediengesellschaft, bei der es immer gefährlicher, immer absurder wird und immer weiter hinaus gehen muss, eindeutig die Grenzen zeigt.


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