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Truman Show, Die (1998)

Eine Kritik von Terrorgurke (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 10.09.2001, seitdem 616 Mal gelesen


Der Film fängt da an, wo "Cable guy" aufgehört hat. Der Fernsehkonsum ist nun bis auf die Spitze getrieben und mit Truman als Hauptdarsteller seines eigenen Lebens nun eine 24 Stunden live Big Brother Show entstanden.
Das Dumme ist nur: Truman glaubt seit 30 Jahren, dass das sein richtiges Leben sei. Der Film bietet wieder mal Kritik am Fernsehzeitalter, hat aber einen völlig neuen Aspekt: Menschen sind zu solchen Abstrusitäten bereit , nur um ihr eigenes langweiliges Leben zu übertünchen.
Lustig ist, dass eine Gesellschaft so drauf sein kann und gleichzeitig solche Filme hervorbringt, die dann diese mühsam erbaute Scheinwelt wieder kaputtmacht, ein Widerspruch in sich. Trotz alledem ist der Film genial, wirkt durch die Gegebenheit der Situation natürlich auch witzig, aber gibt es in Hollywood auch nur einen Schauspieler, der lustig ist und auch so viel Talent hat, die tragischen und traurigen Aspekte solch eines Lebens zu verkörpern: Jim Carrey. Das Skandalöse ist wirklich, dass Hollywood solche Leistungen immer wieder übergeht und nicht mit einem Oscar auszeichnet, aber gesellschaftskritische Filme haben wohl dort schlechte Karten. Die werden wohl doch einem Film, der sie offensichlich aufs Korn nimmt, nicht noch belohnen, was eine Farce (IRONISCH!!!).
Geiler Film, der wieder Schlüsselmomente hat, die in die Filmgeschichte eingehen:
1) Zwischendurch sieht man die Leute, die die Truman Show schauen, alles Leute, die selbst langweilig erscheinen
(Publikum will sein eigenes Leben übertünchen).
2) Die Scheinwelt, in der Truman lebt, ist eigentlich die, in der die Zuschauer leben möchten, nur mit dem Unterschied, dass Truman dass am Schluß bemerkt.....
3) Eine Szene, die Gänsehaut erzeugt: Carrey bemerkt, dassn sein Leben nur ein einziges Schauspiel war und verabschiedet sich mi einem süffisanten Gesichtsausdruck beim Publikum mit einer Verbeugung.

Ed Harris als Möchtegern-Gott spielt gut, ebenso gelungen die Tatsache, dass er im künstlichen Himmel sitzt und von dort aus regiert. Es gibt viele kleine Details, die erst später auffallen.
Sehr interessant und animiert zum Nachdenken, ob das eigene leben wirklich Qualität besitzt oder nur eine einzige Farce ist.....
Kein Kommentar:Meisterwerk 10/10 Punkten......


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