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Töchter des Satans, Die (1971)

Eine Kritik von ami (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 25.03.2002, seitdem 1477 Mal gelesen


Eine Gruppe junger Mädchen wird aus Abenteuerlust und der Suche nach sexueller Freiheit Mitglied in einer mysteriösen, pseudoreligiösen Sekte.
Ihr Anführer ist der brutale Ivar, der die Mädchen schon bald in die absolute Abhängigkeit und Unterwürfigkeit treiben kann.
Während einer rituellen Sexorgie kommt es schließlich zum Mord an einer Schauspielerin und ihren Liebhabern.
Doch dies ist nur der Anfang eines Alptraums voller teuflischer Phantasien und fanatischer Leidenschaft.

DIE TÖCHTER DES SATANS ist eine provokante Mischung aus Sex & Gewalt. Die Geschichte erinnert dabei an den wahren Mord an der Schauspielerin Sharon Tate und dem daraus resultierenden Prozess gegen Charles Manson und seine Jüngerinnen, der weltweit für Aufsehen sorgte.

Dieser Film ist extrem selten und galt lange als verloren ! Das weltweit einzige, noch auffindbare Master dieses Films enthält leider einige Bildstörungen. Die Original Kinorollen des Filmes verschwanden genauso wie das Negativ & der Produzent spurlos auf mysteriöse Weise und gelten seither als verschollen. Es gibt somit weltweit nur noch diese Fassung.
(Soweit der Klappentext der ASTRO DVD).

Die TÖCHTER DES SATANS stellt sich schon nach wenigen Sekunden als absurdes Trash Movie heraus. Da fickt die Mutter mit dem Söhnlein und ein Sekten Guru faselt wirres Zeug. Es wird gepeitscht, gebumst, gekillt + gebetet was das Zelluloid hergibt.
Das ganze Geschehen bewegt sich natürlich im authentischen, gepflegten 70ies Hippie Style und Fans von Russ Mayer werden wahrscheinlich beim Anschauen dieser in L.A. gedrehten Trash Praline ihre helle Freude haben.
In den letzten 20 Minuten geht’s denn so richtig zur Sache, da fällt der „Satan“ mit seinen barbusigen „Tempelprostituierten“ über ein williges Pärchen her. Im Zuge der darauf folgenden Orgie müssen die Opfer, im Namen der Bruderschaft, ihr Leben lassen...

Die Spieldauer des Streifens beträgt zum Glück lediglich 70 Minuten, so daß es aufgrund der eigentlich öden Story nicht allzu langweilig wird. Die bescheidene Länge läßt darauf schließen das evtl. gekürzt wurde, was man dem Filmchen aber in keiner Sekunde anmerkt.
Bei den sehr häufig vorkommenden Rückblenden wird ständig von Farbe auf S/W gewechselt, das ist zwar so beabsichtigt, wäre aber für meinen Geschmack zum besseren Verständnis nicht unbedingt erforderlich gewesen.
Bild- und Tonqualität präsentieren sich wieder erwarten in sehr gutem Zustand, abgesehen von einigen leichten Störungen am Ende. Bezüglich der Schärfe des Bildes kann man wirklich nicht meckern.

Fazit:
Wer ein krankes Schmuddelmovie erwartet, wird nicht enttäuscht werden. Natürlich läuft alles noch im Rahmen des Softcore ab, so daß dieser Streifen nach heutigen Gesichtspunkten vermutlich locker ne Freigabe ab 16 verdient hätte.


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