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Tokyo Love (1996)

Eine Kritik von ManCity (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 17.03.2006, seitdem 461 Mal gelesen


Kürzlich habe ich hier bereits einige Zeilen über die (Pseudo-)Sex-Dokus LIBIDO MANIA und LET ME DIE A WOMAN geschrieben. Da kann ich ja gleich auch noch einige wenige Zeilen über den ähnlich miesen TOKYO LOVE schreiben, habe ich mir eben gedacht...

Ein kleines französisches Filmteam um "Regisseur“ Romain Slocombe hat diese "Dokumentation“ über die Pornofilm-Industrie in Japan realisiert.

Grundsätzlich wäre dies ein interessantes Thema! Die Japaner haben oft doch andere Vorlieben als die meisten Europäer. Schulmädchen-Uniformen, Seile usw. sind besonders beliebt... Auch hätte man Themen wie beispielsweise diejenige der (strengen) Zensurbestimmungen in Japan aufgreifen können.

Leider ist der größte Teil von TOKYO LOVE jedoch alles andere als interessant – und nicht einmal für einsame Voyeure wirklich sehenswert...
Da werden zum Beispiel längere Video-Interviews gezeigt. Sehr spannend, wenn eine – übrigens bekleidete – Pornodarstellerin erzählt, dass sie nie Zeit hätte, ihr Geld auf die Bank zu bringen. Und dass sie ihr verdientes Geld somit immer in ihrem Geldbeutel herumtragen würde...

O.k., einige wenige Hardcore-Sexszenen sind zu sehen. Aber die beiden Darsteller scheinen zum allerersten Mal vor der Kamera zu stehen. Besonders der Gesichtsausdruck der jungen Darstellerin wirkt teilweise so, als hätte sie überhaupt keine Freude an der "Arbeit" – oder würde gar dazu gezwungen...

Dass ich dieses Machwerk nicht mit einem einzigen Punkt bewerte, liegt einzig an folgender Sequenz des Films:
In einem düsteren Wald findet ein Bondage-Fotoshooting statt. Helle, zugeschnürte Frauenkörper (in der Luft hängend oder auf einem Felsbrocken liegend), dazu erklingt recht surreale Musik; echt ästhetisch!

Fans von Bondage- und S/M-Szenen können noch einige kürzere – jedoch nicht gerade spektakuläre – Filmaufnahmen von insgesamt zwei japanischen "Bühnenvorstellungen“ sehen.

Kurzes Fazit: TOKYO LOVE ist größtenteils ein langweiliges und/oder schlicht peinliches Schrottfilmchen!

3 Punkte


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