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Lake Placid (1999)

Eine Kritik von Moonshade (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 30.08.2002, seitdem 836 Mal gelesen


Ein schöner Monsterfilm ist immer ein netter Happen zwischendurch. Und wenn dann Genreveteran Steve Miner, FX-Künstler Stan Winston und ein passabler Cast zusammenkommen, sollte die Story über ein gigantisches Mörderkrokodil in einem Waldsee in Maine doch in Gang kommen.
Doch obwohl die Nettolaufzeit (ohne Abspann) lediglich 74 Minuten beträgt, will sich wahre Begeisterung irgendwie nicht einstellen.

Dabei versucht der Film mit nahezu nur einer Location und einer festgelegten Anzahl von handelnden Figuren den üblichen Genrekonventionen auszuweichen. Natürlich gibt's den Knuspertaucher vorneweg und der sorgt auch sofort für den heftigsten Effekt (in der Mitte durchgebissen in Close-Up) des ganzen Films, danach jedoch kehrt zunehmend Ruhe ein.
Bald ist spürbar, daß man einerseits nicht die uralte Monsterjagdstory noch einmal nach Schema F abspulen wollte, es aber andererseits eine andere Story zu dem Thema gar nicht gibt. Ergo verlegt man sich auf angenehme Charaktere und diverse angespitzte Wortgefechte, um zwischendurch mal die wandelnde Handtasche einzublenden.

Die Dialoge sind denn auch recht amüsant, vor allem wenn Oliver Platt als exzentrischer Kroko-Verehrer sich wieder mal verbal mit dem Sheriff rauft, doch allein die unvermeidliche Love-Story zwischen Bill Pullman (straight und blaß wie immer) und Bridget Fonda (nur blaß) ist in ihren wenigen Szenen schon ermüdend.
Da es als Ausgleich keinen Bodycount gibt (nach dem Taucher gibt es noch einen abgebissenen Kopf, dann verlegt man sich auf Bären und Kühe), werden die Glitschfreunde auch nicht recht bedient.
Also läuft alles auf einen Spannungsshowdown hinaus, der aber dann recht zahnlos bleibt, wenn auch endlich mal mit einem positiven Schluß für Monsti.

Den unvermeidlichen Vergleich mit Lewis Teagues "Killer-Alligator" sieht "Lake Placid" wie alle anderen auch auf der Verliererstraße. Zwar zaubert Winston durchaus ein beachtliches Vieh, doch die Einsparungen an Blood and Guts, die langweilige Location, der Mangel an Abwechslung und die Verwendung sämtlicher FX-Sequenzen im Trailer bzw. in der TV-Werbung, hinterlassen ein faden Beigeschmack. Ergo alles eben doch nur harmloser Durchschnitt. Oder belanglos. Oder einfach okay. (5/10)


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