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Kinder der Seidenstraße, Die (2008)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 08.04.2010, seitdem 311 Mal gelesen


Die Kinder der Seidenstrasse
(Koch Media) 

Die Kinder der Seidenstraße
. Mit einem Namen, der an eine Dokumentation erinnert reiht sich Regisseur Roger Spottiswoode in den Reigen der Filmemacher ein, die ein reales Historiendrama darstellen. Hier werden Menschen filmische Denkmäler gesetzt, die sich durch besondere Tapferkeit oder Selbstaufopferung verdient gemacht haben. Seien es nun Oskar Schindler oder John Rabe als Beispiel, Geschichten, die ohne die Verfilmung wahrscheinlich in Vergessenheit geraten werden, so aber auch jüngeren Generationen nahe gebracht werden.
In dem vorliegenden Film ist es der junge Kriegsberichterstatter George Hogg (Jonathan Rhys Meyers, From Paris with Love, Mi:III), der sich im Jahre 1937 im japanisch-chinesischen Krieg in Nanking befindet. Um seine Sprachkenntnisse zu verbessern reist er in eine abgelegene Schule, wo er eher unfreiwillig Herbergsvater und Lehrer für etwa 60 kriegsgeschädigte Waisenkinder wird. Als sich die feindlichen Armeen ankündigen, macht sich Hogg mit den Kindern auf den 700 Meilen langen und unmenschlichen Fußmarsch durchs Gebirge auf, um die Kinder in Sicherheit zu bringen.
Auch wenn das Drehbuch die realen Vorgänge nicht immer 100% genau wiedergibt, und so einige Fakten der dichterischen Freiheit weichen mussten, bleibt ein Film, der getragen von hervorragenden Darstellern, allen voran Chow Yun-Fat (The Killer, Tiger & Dragon) und Michelle Yeoh (Tiger & Dragon, Babylon A.D.) und in einer wundervollen Bildsprache präsentiert wird. So bleibt dem Zuschauer ein schön anzuschauender Film, der historisch gesehen jedoch eher oberflächlich erscheint.
Im Bonussektor der Veröffentlichung findet der Zuschauer ein knapp einstündiges informatives Making of, geschnittene Szenen und eine Programmschau.
Regisseur Roger Spottiswoode (007 Der Morgen stirbt nie, Ripley Under Ground) gelingt in seiner deutsch-amerikanisch-chinesisch- australischen Produktion ein prominent besetztes gefühlvolles Drama, welches vor Allem durch die beeindruckenden Bilder des Kameramannes Xiaoding Zhao (House of the Flying Daggers) getragen wird. Eine wahre, dramatische Begebenheit, die das leid der Kriegsopfer und Flüchtlinge aufzeigt, jedoch auch mit hervorragenden Landschaftsaufnahmen nicht geizt liefert einen kontrastreichen Filmgenuss, der sich besonders durch seine Bildsprache präsentiert.  

CFS


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