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Krabat (2008)

Eine Kritik von SingWhenYou´reWinning (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 29.03.2009, seitdem 386 Mal gelesen


Eine gewisse Skepsis lag schon vor, als ich den Film auslieh.Zumal ich das Buch nicht kannte und vom Inhalt so gut wie nichts wusste und man bei einem deutschen Film, gerade in diesem Genre, doch einiges an Abstrichen machen muss, um mit ähnlichen Ami-produktion konkurrieren zu können.
Am Ende ist bei Krabat aber doch mehr bei rumgekommen als ich dachte.
Der Film baut sogleich eine angenehme Gruselatmosphäre auf, welche sich fast durchgängig hält. In soweit macht es Krabat richtig und beschränkt sich von der Location fast ausschließlich auf einen Ort,nämlich die Mühle. Diese ist auch sehr detailiert hergerichtet und trägt einen großen Teil zur Atmosphäre bei. Selten erkennt man, dass doch eingeschränkte Budget, z.B bei den animierten Luftaufnahmen der Vögel.
Richtig spannend wird der Film aber nie, zu vorhersehbar ist alles, obwohl am Anfang, zur Lasten der Logik, wenig verraten wird. Aber mal ehrlich, bei diesen kuriosen Gegebenheiten, wird ein 14-jähriger doch wohl permanent bohren und Fragen stellen und nicht warten bis ihm etwas zugetragen wird.
Das der Film an Spannungsarmut krankt , liegt auch zuletzt nicht daran, dass zwar viele Ansätze gebeoten werden, aber der Zuschauer doch sehr schnell merkt, dass es hier zu keiner (oder unzufriedenstellenden ) Auflösung kommt.demnach lässt man sich auch immer weniger auf das Angebotene ein.
Krabat kommt auch um ein paar Längen nicht herum.Unötig dier Szenen(Spoiler) des Angriffs der Ritter(welche eh albern inszeniert ist,das Abbrennen des Dorfes oder das Verstecken von Mehlsäcken usw.
Mit das größte Problem , war für mich,als nicht Buchkenner,die Story.Hier wird nichts eklärt, es wirkt alles so beiläufig. Was hat es mit der Kutsche und dem Knochenmalen aufsich,warum muss immer ein Bursche sterben(hätte doch auch jemand aus dem Dorf seien können?) Der Ritus ist unschlüssig,was soll dieses transzendale Seelen-verlässt-den Köper getue,wenn es nur einmal kurz angewandt wird,unterm Strich für nichts, warum darf er in diesem Zustand niemanden anfassen, ist doch nichts passiert,als er es tat.Fragen über Fragen,bei denen ich nciht bereit bin,diese einfach so als Zuschauer hinzuhehmen.
Die Schauspieler machen ihre Sache gut,wobei keiner herraussticht.Außer der "Mühlmeister" vielleicht.

Fazit:
Mäßig spannender Film, der ein paar Längen aufweist und eine löchrige Story bietet.Pluspunkte in der Atmosphäre.Neutralität hingegen bei den Schauspielern(wie gesagt,am besten der "Müller") Zu wenig Tiefe bzw Hintergrund bei den Hauptdarstellern. Wer,wie ich,dass Buch nicht kennt,wird wahrscheinlich mit geringerer Enttäuschung belohnt und bekommt unterm Strich einen kurzweilig interessanten Einblick in ein Genre,welche bei deutschen Produktion eher selten ist.

5,5 von 6 Punkten
(Für Buchkenner,kann ich mir sicherlich einen Abschlag von ca 2 Punkten vorstellen)


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