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Tokyo Gore Police (2008)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 29.04.2009, seitdem 1107 Mal gelesen


Tokyo Gore Police
(Sunfilm Entertainment/ I-On New Media) 

Wenn japanische Filmemacher einen Film Tokyo Gore Police nennen, dann ist auch wirklich Gore drin. Setzte The Machine Girl die Messlatte schon recht hoch, so gelingt es diesem vorliegenden Film, diese zu toppen. Hier wird richtig geklotzt! Was uns Regisseur Yoshihiro Nishimura in seinem Langfilmdebüt vorsetzt, lässt den geneigten Zuschauer oftmals mit offenen Mund verharren.
Hier wird wild Pop Art mit Seifenoper, Thriller, Science Fiction und Comicstyle vermischt, alles wild gerührt und mit skurrilen Werbeclips durchsetzt.
Die Geschichte spielt in einer Zeit, wo die Polizei von Japan privatisiert wurde. Die junge Polizistin Ruka (nicht nur sehr süß, sondern auch talentiert und seit dem Überhammer Audition auch dem westlichen Publikum ein Begriff: Eihi Shiina) verbindet die Privatisierung mit persönlichen traumatischen Erlebnissen, die sie auch jetzt noch beschäftigen. Doch auch die äußeren Erlebnisse sind nicht minder traumatisch. So genannte „Engineer“, menschlich aussehende Mutanten mit kannibalistischen Gelüsten treiben ihr Unwesen, hinzu kommt dann noch ein Serienkiller, der augenscheinlich stark mit der persönlichen Vergangenheit der Protagonistin verbunden scheint. Doch die Probleme werden größer, und plötzlich scheinen Serienkiller und Kannibalen nicht mehr das größte Problem der Polizistin zu sein, sondern ein geheimnisvoller Feind aus den eigenen Reihen.
Tokyo Gore Police bietet dem Fan einiges! Neben einer relativ gelungenen Geschichte kommen passable Darsteller, ein packender Score und vor allen Dingen sind die zahlreichen Effekte richtig gut! Der Gewaltlevel liegt bis um Anschlag im oberen Bereich! Aber was dem Freund der asiatischen Filmkunst im Gedächtnis bleiben wird sind die phantasievollen Kostüme. Kämpfer mit Penisgewehren, eine Krokodilfrau und ein Gliedmaßentrommelgewehr zeigen nur ansatzweise die Ideen, die in diesem Feuerwerk von einem Film auf den Zuschauer losgelassen werden.
Wer sich sein kindliches Gemüt bewahren konnte, und große Freude an filmischen Wahnsinn sein Eigen nennt, wen übermäßige und sinnlose filmische Gewalt nicht abschreckt und sich auf eine süße Darstellerin in engen Lederklamotten freut, der kann gespannt auf Tokyo Gore Police sein. Ich jedenfalls werde mich riesig auf die Veröffentlichung aus dem Hause Sunfilm freuen und ihn jeden Abend in mein Gutenachtgebet einbeziehen. 

CFS
 


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