Eine Kritik von vodkamartini (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 15.03.2010, seitdem 1062 Mal gelesen
"The French Job"
Mit Steven Soderberghs locker-flockiger Oceans´s-Trilogie hat das lange Zeit vor sich hindümpelnde Heist-Genre seinen zweiten Kino-Frühling erlebt. Das hat man offenbar auch in Frankreich registriert. Ohnehin scheint man dort seit ein paar Jahren genau die Hollywoodschen Hochglanz-Trends zu beobachten, um dann ähnliche eigene Produktionen zumindest auf dem europäischern Markt zu platzieren. Das klappt inzwischen vor allem im Horror- (Martyrs) und Actionbereich (Transporter 1-3, 96 Hours) teilweise ganz ausgezeichnet. Da wäre es doch gelacht, wenn man ausgerechnet im Land des Klassikers Rififi nicht auf den nach wie vor flott fahrenden Heist-Zug aufspringen würde.
Regisseur Eric Besnard hat mit Ca$h eine im besten Sinn altmodische Gaunerkomödie inszeniert. Der Ton ist heiter-beschwingt, das Ambiente durchgängig stilvoll und edel und die Darstellerriege in bester Spiellaune. Die eigentliche Story ist nicht so wichtig, es gilt lediglich die Maxime: nichts ist so, wie es scheint.
Europol ist seit Jahren erfolglos hinter dem Star-Ganoven Maxime (Jean Reno) her. Der scheidende Chef Barnes (Ciarán Hinds) will mit der Festnahme Maximes seine Karriere krönen. Seine ehrgeizige Untergebene Julia (Valeria Golino) braucht ebenfalls einen großen Fahndungserfolg, schließlich wird der Chefsessel ja bald frei. Die Gaunerbande um den charmanten Lebemann Cash (Jean Dujardin) scheint da genau das passende Opfer. Doch als sie urplötzlich die Chance erhält über Cash an Maxime heranzukommen, entschließt sie sich zur vorübergehenden Zusammenarbeit. Aber der Ausgefuchste Maxime hat die europäische Polizei nicht umsonst jahrelang an der Nase herumgeführt ...
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