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Leichen pflastern seinen Weg (1968)
Eine Kritik von Kim Ki Duk eingetragen am 27.01.2012, seitdem 31 Mal gelesen
Mit seinen Film „Il grande silenzio“ wie der Film im Original heißt, liefert uns Sergio Corbucci einen der ganz großen Italowestern. Was den Film zum Klassiker macht ist schon mal seine mehr als gelungene Atmosphäre. Der komplette Film, bis auf eine Rückblende, spielt in einer Schneelandschaft in den Bergen, was in schon von anderen Produktionen des Italowestern unterscheidet. Was in noch besonders hervorhebt ist das geniale Ende, wo man eigentlich nicht ansatzweise mit rechnet. Denn am Ende stirbt nicht etwa der Bösewicht den Tod, sondern der eigentliche Held ist am Ende, der das Zeitliche segnet. Interessanterweise gibt es vom Film ein Alternatives Ende, wo der Bösewicht am Ende stirbt. Anscheinend war es in anderen Ländern wohl nicht zumutbar den Kinogänger solch ein düsteres Finale zu zeigen, was ich für völligen Quatsch halte.
Auf der deutschen DVD von Kinowelt ist dieses alternative Ende mit Aufgespielt. Die Hauptrollen sind sehr gut besetzt worden von Corbucci. Mit KLAUS KINSKI, der hier wieder als Bösewicht, diesmal als Kopfgeldjäger „Trigrero“ in Erscheinung tritt, in der deutschen Synchro bekam er den Namen „Loco“ verpasst, wurde der Part des Helden mit dem französischen Schauspieler JEAN LOUIS TRINTIGNANT besetzt. Das besondere an der Rolle von TRINTIGNANT als „Silence“, ist das er im gesammten Film kein einziges Wort von sich gibt. Der Grund dafür wird in einer Rückblende gezeigt, die sich in seiner Kindheit abgespielt hat und zeigt warum er als Erwachsener zu dem wurde was er ist.. Er spielt den stummen Rächer mehr als überzeugend und glaubwürdig. Mit KINSKI hat der Regisseur einen alten Hasen in Sachen Italowestern angeheuert. Kinski der in zahlosen Western mit von der Partie war, sein bekantester düfte Sergio Leone´s „FÜR EIN PAAR DOLLAR MEHR SEIN“ zeigt hier eine exzellente Leistung. Obwohl TRINTIGNANT in seiner Rolle als der RÄCHER, sich für die zu unrecht von den Kopfgeldjägern ermordeten Personen einsetzt, unterscheidet er sich nicht von seinem Gegenspielern den Kopfgeldjägern. Auch er erledigt seine Arbeit nur gegen Bezahlung, deshalb ist er auch nicht der Held wie man ihn aus zahlosen Western kennt, der nur an Rache denkt und alles andere beiseite schiebt. Da stellt sich auch die Frage ist der vermeintliche Held im Film was besseres nur weil er Kopfgeldjäger jagt die Menschen töten die vom Gesetzt gesucht werden und auf die eine Prämie ausgesetzt wurde. Mit den hinterbliebenen hat man Mitleid da die verstorbenen eigentlich niemanden getötet haben, sondern nur Essen gestohlen haben für ihre Familien, weil ihnen durch den Schnee nichts anderes übrigbleibt das sie völlig Isoliert sind. Die Kopfgeldjäger sind unsympatisch das sie von ihren Recht gebrauch machen das ihnen das Gesetzt gibt die Verbrecher „Tot oder Lebendig“ abzuliefern, doch sie versuchen erst gar nicht die gesuchten Lebendig festzunehmen, was sie so auch zu unbarmherzigen Killern macht, die auch noch durch das Gesetzt geschützt sind. Auch zeigt der Film in sehr harten Bildern, das den Kopfgeldjägern ein Menschenleben nicht viel Wert ist. Am besten in der Szene als LOCO nach im Schnee verbudelten Leiche sucht die er beim letzten mal da gelassen hat weil er keine Transportmöglichkeit hatte oder auch die Szene als LOCO einige Leichen auf die Postkutsche hievte, als wären sie ein Gepäckstück. Ein harter und kompromißoser Italowestern, den ich nur empfehlen kann. Nach „Django“ liefert Corbucci einen weiteren Italowestern ab, der wohl mit zum besten gehört was dieses Genre hervorgebracht hat. Corbucci selber darf man wohl zu recht als einen der ganz großen Regisseure nennen, auch wenn er nicht solch eine Bekanntheitsgrad hat wie ein SERGIO LEONE.
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