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Mann, der vom Himmel fiel, Der (1976)
Eine Kritik von psychopaul (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 25.07.2004, seitdem 1063 Mal gelesen
Thomas Newton (David Bowie) ist ein Alien, das sich in Menschengestalt auf die Erde begibt, um seine Familie bzw. seine ganze Spezies auf seinem Heimatplaneten vor dem Austrocknen zu bewahren. Er braucht Geld und Raumschiffe, um seine Artgenossen auf die Erde zu transportieren.
Umgeben von vielen habgierigen, lasterhaften Menschen und irdischen Verlockungen, gerät er jedoch in einige Schwierigkeiten, die ihm mehr und mehr zu schaffen machen, ebenso wie die Zwickmühle, als er sich in eine Frau auf der Erde verliebt, aber "zu Hause" ja auch noch eine Familie hat...
So in etwa kann man die Geschichte dieses sehr seltsamen, aber großteils faszinierenden Films von Regisseur Nicolas Roeg (der u.a. auch den sehr empfehlenswerten Grusel-Hammer "Wenn die Gondeln Trauer tragen" inszeniert hat) grob zusammenfassen; freilich passiert in dem über zweistündigen 70er-Streifen noch so einiges mehr, das sich nicht immer vollständig erfassen und verstehen lässt.
Die Stärken des Films sind zum einen David Bowie, der mit seinem abgefahrenen Spiel bzw. Auftreten als humanoides Alien absolut idealbesetzt ist und die eigenwillige Inszenierung, die zwischen längere, "normal gedrehte" Szenen immer wieder kurze, intensive, rauschartig wirkende, wilde Bildfolgen einstreut, unter anderem auch atmosphärisch gefilmte Szenen von Newtons Heimatplaneten.
Doch der 135-minütige Film hat zwischendurch gehörige Längen zu bieten und wirkt grossteils etwas zu ziellos herumtreibend. Letzteres ist nicht zwingend negativ, aber während des Schauens wünscht man sich manchmal ein bisschen mehr Schwung in die ganze Chose.
Eine Message des Gezeigten lässt sich nicht so einfach herausfiltern; es gibt verschiedene Ansätze, darunter viele Seitenhiebe auf habgierige Geschäftsleute wie auch sexbesessene Uni-Professoren, usw...
Aber letztlich bleibt einiges an Interpretationsspielraum in vielerlei Richtungen (auch in der Schlusszene) und etliche Storyelemente wirken trotz der Film-Länge etwas unausgereift.
Unter dem Strich bleibt ein faszinierendes, typisch skurriles 70-er Werk mit einem ausserirdisch guten Bowie, abwechslungsreich-gelungenem Soundtrack und "wilder" Inszenierung, aber auch gröberen (Story-)Schwächen.
Für Freunde des Kinos jenseits des Mainstreams auf jeden Fall sehenswert und trotz der Minuspunkte allemal noch 8/10 Punkte wert.
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