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Felon (2008)

Eine Kritik von john_creasy (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 18.11.2008, seitdem 549 Mal gelesen


Hier ist er nun, der zweite neue Film mit Val Kilmer. War Columbus Day schon ein guter Film, ist auch Felon kein schlechter Film.
Ganz im Gegenteil. es ist einer der besseren Filme, die sich mit dem Thema Gefängnis befasst.

Inhalt
Wade Porter (Stephen Dorff) hat ein Haus, und eine Familie, bestehend aus einem sohn und seiner Frau. Sein Leben scheint gut zu verlaufen, bis jemand in sein Haus einbricht und Wade ihn tötet.
Da der Täter keine Waffe bei sich hatte und Wade ihn draussen erschlagen hat,  wird nicht auf Notwehr plädiert und Wade bekommt eine 3 jährige Haftstrafe, die bei guter Führung auf einandhalb Jahre verkürzt wird. Auf der Fahrt in die Strafanstalt passiert im Gefangnenbus ein mord und Wade bekommt die Waffe zugesteckt. Weil er den Mörder nicht nennen will kommt er in den Sicherheitstrakt von Lt. Jackson. Hier lernt er auch seinen neuen Zellengenossen John Smith (Val Kilmer) kennen, der ihm nun beim Überleben im Gefängnis hilft.

Film
Die Hauptakteure liefern hier eine gute Leistung ab. Stephen Dorff mimt den Mann, der nur seine Zeit absitzen und im Gefängnis überleben will, glaubwürdig und verleiht dem  Charakter somit tiefe. Er bringt die Verzweiflung und später die Gleichgültigkeit gut rüber und ziegt hier ganz eindeutig, das er einer der unterschätztesten Schauspieler der Neuzeit ist. Auch Val Kilmer, der hier eine sehr große Nebenrolle spielt, brilliert als weiser und rebellischer Mörder, der einfach nur noch erlöst werden will um dann seiner getöteten Familie beitreten zu können. Val Kilmer hat auch hier graues Haar, sowie einen Vollbart. War es in Columbus Day noch etwas gewöhnungsbedürftig, geht das hier in Ordnung und passt auch gut zur Rolle.
Auch der restliche Cast überzeugt, ist aber nicht herausragend.
Die Story ist zwar nichts besonderes, wird aber durch die bereits erwähnten schauspielerischen Leistungen aufgewertet.
Der Film wird meist in ruhigen Bildern erzählt, nur die Actionszenen sind etwas hektisch geschnitten, fallen aber nicht störend auf. Das Setting ist gut gewählt und sieht realistsich aus, soweit man das beurteilen kann.

Fazit
Der Film ist durchaus gelungen und bietet sehr gute Leistungen seitens der Schauspieler. Die Story ist nicht schlecht und der Regisseur hat auch nichts falsch gemacht bei seiner Inszenierung. Ob der Film etwas aussagen will, weiß ich nicht, aber in diesem Falle habe ich darauf auch nicht geachtet, sondern einfach den Film genossen. Freunde von Knastdramen ist der Film zu empfehlen, allen Anderen auch.
8.5/10


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