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Black Hawk Down (2001)
Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 17.04.2002, seitdem 670 Mal gelesen
Nur auf wenige Filme habe ich so sehnlich gewartet wie auf Black Hawk Down - und mein Warten wurde belohnt. Black Hawk Down kann ich getrost als Actionoffenbarung bezeichnen. Hier kracht es über ca 90% der Filmlänge an allen Ecken und Kanten, optisch herrausragend in Szene gesetzt von Haniball-Regisseur Ridley Scott. Beinahe surreale Zeitlupen, stimmungsvolle Musikstücke und hervorragend eingesetze Farben zeichnen BhD in dieser Disziplin aus. Scott gelingtt es, den Zuschauer nicht zuletzt durch zahlreiche sehr räumliche Soundeffekte, wie zB die Flugbahn einer Panzerfaust aber auch "Gehörstürze" ala James Ryan mitten in das Geschehen zu versetzen.
Sicherlich muss man bei Black Hawk Down kritisch anmerken, dass Story und Charaktere teils sehr in den Hintergrund gedrängt werden. Im Prinzip lässt sich die Handlung in einem Satz grob zusammenfassen: Ein BlackHawk-Hubschrauber stürzt über dem von Bürgerkriegswirren zerrütteteb Mogadischu ab und eine US-Sondereinheit soll die von Rebellen eingekesselten Insassen bergen.
Der Focus liegt bei Black Hawk Down klar auf größtenteils sehr authentisch und schonunglos dargestelltem Kriegsalltag wobei glücklicherweise weitesgehend auf den typischen Hurra-Patriotismuss verzichtet wird. Realismus und vorallem der noch recht aktuelle historische Hintergrund machen den filmischen Reiz an Black Hawk Down aus.
Dementsprechend hart geht es auch zur Sache. Den Vergleich mit dem Soldaten James Ryan braucht BhD in dieser Disziplin keineswegs zu scheuen. Es gibt zerfetzte Leichen ebenso wie blutigste Einschüsse und anderweitige Verletzungen am Fliessband zu bestaunen
Mann könnte nun annehmen, dass insbesondere aufgrund der sehr dünnen Handlung BhD nicht viel mehr sei als ein teures 120-Minuten Actionfeuerwerk. Dies ist aber nur bedingt korrekt. Der gebotene Realismuss ( von dokumentarisch zu sprechen wäre sicherlich übertrieben ) aber auch einige eindringliche Szenen, die das Grauen des Krieges auf menschlicher Ebene zeigen, heben Black Hawk Down über den gewöhnlichen Haudrauf-Actionfilm. Auch wird gegen Ende eine gewisse Sinnlosigkeit des Blutvergiessens deutlich, die mit den tatsächlichen Geschehnissen des Jahres 1993 übereinkommen.
Insgesammt sehe ich in Black Hawk Down einen hervorragenden Action-Kriegsfilm, der durch einen erlesenen Cast, superbe Action und sein neo-historisches Szenario ganz weit in meine persöhnliche Action-Top10 vordringt und ähnlich gelagerte Werke wie Spielbergs James Ryan klar hinter sich lässt.
Ein Film den man sich nicht engehen lassen sollte - zartbeseidete Naturen seien allerdings gewarnt...
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