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Perro come perro - Den Letzten fressen die Hunde (2008)

Eine Kritik von JasonXtreme (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 14.10.2009, seitdem 397 Mal gelesen


Beim Verhör eines der "Zwillinge" in dessen Haus, wird dieser versehentlich getötet. Victor Peneranda sollte herausfinden wo er das Geld von Gangsterboss El Orejon versteckt hat. Er findet es auch, beschliesst aber es selbst zu behalten. El Orejon will sein Geld aber zurückhaben und befiehlt Victor, zusammen mit dem psychopathischen Sierra und dem Schläger Benites, den zweiten Zwilling zu finden und das Geld zurückzubringen. Die Situation verschlimmert sich noch durch einen Voodoofluch der Benites heimsucht, und ständigen Anrufen eines Unbekannten im Hotelzimmer, der eine gewissen Adela sucht. Als die Situation immer auswegloser wird, weiß Victor: Er muss El Orejon töten um seine Haut zu retten...

Regisseur Carlos Moreno hat mit seinem Spielfilmdebüt einen recht guten Film hingelegt! Bisher kam ich nicht in den Genuss kolumbianischer Filme, aber das was ich hier geboten bekommen habe, hat handwerklich mehr als Hand und Fuss!

Allein die Optik des Films, die stets in Braun und Gelbtönen gehalten ist mittels verschiedener Filter, sieht grandios aus. Ebenso ist die Kameraarbeit wirklich mehr als gelungen. Teils erinnerte sie mich sogar an Steven Soderberghs Traffic. Auch der Soundtrack, der uns durch den Film (mal vordergründig mal dezent im Hintergrund) begleitet wurde superb ausgewählt. Die treibenden Samba und Salza-Rythmen passen einfach hervorragend und klingen allesamt auch einfach richtig gut. Die Darsteller leisten ebenso allesamt überzeugende Arbeit.

Der Film ansicht bietet keine neue Story und ebenso keinen super spannenden Verlauf. Vielmehr ist es ein ruhiger Film, der nach und nach auf das unausweichliche Ende hinführt. Leider auch nicht vollkommen ohne Fehler. Wo die Machart einen nach wie vor begeistert, gibt es im Plot doch die ein oder andere Gegebenheit, die man etwas näher erläutern hätte können. Der Geldbetrag macht den Anschein nicht sehr hoch zu sein (ein paar Scheine in einer Plastiktüte), und die Geschichte mit Benites Voodoo-Fluch kann man sich zwar irgendwie hinreimen, sie läuft aber quasi in der Story mit ohne eine wirkliche Erklärung schlussendlich zu liefern. Auch hätte der Film für mich insgesamt vielleicht gute 15 Minuten kürzer sein dürfen, da weder storytechnisch genug Material für 105 Minuten da ist, noch etwas Action die Szenerie auflockert.

Im Endeffekt bleibt ein interessanter Thriller, der nichts Neues bietet, aber durchaus einen Blick wert ist. Zumal man bei uns aus diesen Landen nicht oft etwas vorgesetzt bekommt. Die FSK 18 erschließt sich mir jedoch nicht! Wer den Film aufgrund dessen ansieht, einen harten Gansterfilm zu bekommen, wird enttäuscht sein.


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