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Anaconda - Offspring (2008)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 05.06.2011, seitdem 172 Mal gelesen


„Anaconda“ war eine geile Trashgranate, der folgende Aufguss noch immer goutierbare Tierhorrorunterhaltung. Warum also nicht Teil 3, vor allem wenn man David Hasselhoff für die Hauptrolle gewinnen konnte?

Die Wissenschaft kann es mal wieder nicht lassen. Erneut müssen Männer in weißen Kitteln Gott spielen und anhand der Blut Orchidee (wir erinnern uns an Teil 2) die miesesten Riesenschlangen der Welt züchten. Alles geht wie gewohnt in die Hose und ruck zuck sind die beiden gefräßigen Viecher auf freiem Fuß. Nun kann nur noch Hammet mit seinen Söldnern die Situation in den Griff bekommen, ein wahres Himmelfahrtskommando.

Die ersten beiden Teile waren gut gemachte Trashschinken für die große Leinwand. „Anaconda 3 – Offspring“ kommt nur noch im öden DTV Look daher. Leider aber auch die Effekte, die hier so ziemlich jeden bekannten Schlangen, oder sogar Tierhorrorfilm unterbieten. So etwas Schlechtes habe ich echt noch nie gesehen. Man kann es kaum in Worte fassen, wie blöd diese Schlangen einfach aussehen. Vor allem die Integration in die reale Umwelt, sieht so unecht aus, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Wenn die beiden Riesenviecher um die Wette durch den Wald brettern, dann muss man sich erst einmal die Augen reiben, um das gerade Gesehene zu verdauen.

Zum Glück spielen die Schauspieler genauso schlecht, dass wenigstens alles aus einem Guss kommt. Hasselhoff und drei andere Futzis, darunter der bekannte John Rhys-Davies (Gimli aus „Herr der Ringe“), durften schon mal US Filmluft schnuppern. Der Rest wurde irgendwo aus der örtlichen Kneipe vor Ort, irgendwo in Osteuropa, rekrutiert. Was da abgeht ist einfach herrlich schlecht. Extrem hässliche Darsteller, Plastikwaffen und miese Dialoge. Genial ist die Szene, in der ein Wanderer, der offensichtlich nichts mit dem Film zu tun hat, im Hintergrund durchs Bild latscht, während sich im Vordergrund Blondie die Seele aus dem Leib brüllt.

Ansonsten gibt es etwas billigen Gore und einen öden Showdown und eben Hasselhoff (hier mit blöder Synchro), der sogar in einer Bar einen trinken darf, wenn auch ohne Burger. Was soll ich da noch sagen, außer, „Anaconda 4“, ich komme.

Fazit: Erbärmlich schlechter Schlangenhorror, der im Alkoholrausch für so manch einen Lacher gut ist. Ansonsten aber einfach nur schlecht ist, dann lieber „Python“.


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