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Stargate (1994)
Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 05.06.2004, seitdem 1847 Mal gelesen
Nach „Universal Soldier“ war dies nun der endgültige Durchbruch for Roland Emmerich. Mit einem relativ kleinen Budget realisierte er hier einen Streifen, der doppelt so teuer aussieht und lässt den Patriotismus längst nicht so wie in seinen späteren Filmen überschwappen.
Die ägyptische Geschichte wird mit Science-Fiction gekreuzt, um eine Kommando-Einheit nebst Wissenschaftler durch ein Sternentor (bei Ausgrabungen gefunden) auf einen Wüstenplaneten zu schicken, wo die primitive Bevölkerung von einem Alien, das sie als Gott ansehen, ausgebeutet wird. Der Plot ist schnell klar, braucht aber immerhin 45 Minuten um die Vorgeschichte zu erzählen und zumindest zwei Figuren etwas Profil zu verleihen. James Spader hat mit Daniel Jackson den wohl einzig nennenswerten Einsatz seiner Filmografie, während Kurt Russell als mit dem Leben fast abgeschlossener Colonel Jonathan „Jack“ O'Neil fast schon routiniert den knurrigen, verschlossenen Anführer abgibt, der erst zum Schluss etwas auftaut.
Inhaltlich hat auch dieser Emmerich-Film gewaltig mit seinen zwei Stunden zu kämpfen und ufert dementsprechend während der ersten Kontaktaufnahme mit der fremden Zivilisation aus, zeigt in aller Ausführlichkeit die Ankunft des Sonnengottes und weidet sich an seinen Effekten, die, zugegeben, nach wie vor nicht antiquiert wirken.
Da Jackson den gleichen Aufstand plant, der Ra schon vor Tausenden Jahren vor der Erde jagte, ist für Action gesorgt. Die Kämpfe gegen die Soldaten Ras glänzen zwar nicht vor Einfallsreichtum, guter Choreographie oder Härte, dafür aber umso mehr mit Explosionen und reichhaltigen Effekteinsatz. Zwischendurch darf Jackson noch seine große Liebe finden und O’Neil seine Komplexe überwinden, um final dem Sonnengott den Garaus zu machen.
Wirklich einfallsreich ist das Gezeigte dabei selten, bietet aber dank ordentlichem Effekteinsatz und stets richtig dosierter Action, sowie einem recht spannenden Verlauf und einiger Überraschungen gute Unterhaltung. Abnutzungserscheinungen dürften sich aber spätestens beim zweiten oder dritten Mal bemerkbar machen.
Fazit:
Dank der erstklassigen Begleitmusik David Arnolds, sympathischen Charakteren und toller Effekte ist „Stargate“ ein staubiger und sandiger Science-Fiction-Film, der etwas zu lang geriet und trotz seiner außergewöhnlichen Idee nie ganz fesseln kann. Kurt Russell ist wieder cool und Spader etwas zu fasziniert. Eben ein netter Mainstreamfilm, bei dem sich die Schwächen und Stärken weitestgehend ausgleichen. Für „zwischendurch“ allemal zu gebrauchen!
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