Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 12.04.2005, seitdem 1090 Mal gelesen
Privatdetektiv Tom Welles (Nicolas Cage) wird von einer wohlhabenden Witwe (Myra Carter) engagiert, die Herkunft eines Snuff-Filmes zu recherchieren, der sich im Nachlass ihres verstorbenen Mannes (William Buck) befindet. Unversehens verliert der Familienvater sich in einer Welt der Abgründe und Perversionen…
Zwielichtige Gestalten handeln auf exotischen Umschlagplätzen mit verruchten Extremfilmen, die von abgedrehten Spinnern für wohlhabende Langweiler produziert wurden: Joel Schumachers unerschöpfliche Klischeewundertüte geht dem modernen Snuff-Film-Mythos in so ziemlich jeder Beziehung auf den Leim und unterfüttert ihn mit all den abstrusen Zutaten, die die gesellschaftliche Gerüchteküche zwischenzeitlich ausgespuckt hat. Eine überzeugende Vision, wie die Legende vom Snuff-Film sich unbemerkt verwirklicht haben könnte, kann er nicht entwickeln. Der ausgesprochen fragwürdige Schluss ist leider statt einer gezielten Provokation gegen das Werteempfinden des Zuschauers nur das Ergebnis einer thematisch völlig überforderten und moralisch offenbar verwirrten Regie.
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