Eine Kritik von JahRose (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 14.12.2006, seitdem 324 Mal gelesen
Detektiv Tom Welles ist für seine Diskretion bekannt und erledigt seine Aufträge immer zur vollsten Zufriedenheit seiner Auftraggeber. Im Vergleich zum folgenden Auftrag waren die anderen Aufträge eher kleine Fische: Nach dem Ableben ihres Ehemannes findet die Witwe Mrs. Christian in einem Safe einen 8mm Film. Auf diesen besagtem Film ist deutlich zu erkennen, wie ein Mädchen von einem maskierten Mann zu Tode gefoltert wird. Welles soll raus finden, ob diese dargestellte Szene echt ist oder nur gestellt. Wurde das Mädchen tatsächlich ermodert?
Die korrekte Bezeichnung für Filme, in der ein Mensch auch tatsächlich ermordet wird, nennt sich Snuff. Obwohl Tom Welles relativ sicher ist, dass es kein Snuff Movie ist, verspricht er der Witwe gründlich zu recherchieren und ihr die Ergebnisse seiner Nachforschungen mitzuteilen.
Die Spur führt ihn schließlich nach Hollywood. Aber auch da kommt die Suche nur schleppend voran. Hilfe bekommt er von Max (Joaquin Phoenix), der in einer billigen Pornoabsteige arbeitet. Max warnt Tom davor, sich auf diese kranke, absonderliche Welt einzulassen, da sie auch durchaus einen Menschen verändern kann. Und Max soll Recht behalten, denn das was Tom sehen wird ist mehr als abstoßend.
Weitere Indizien führen ihn zu Billig-Pornoproduzenten Eddie Poole (James Gandolfini) und Dino Velvet (Peter Stormare).
Fazit:
Hier freut sich mein Filmherz: Großartige Atmosphäre, sehr interessante Filmmusik und auch darstellerisch wird hier hohes Niveau geboten. Eine meiner Lieblingsszene ist wo Tom (Nicolas Cage) die Mutter des vermissten Mädchens vor die Wahl stellt: Will sie wirklich wissen was mit ihrer Tochter passiert ist? - egal wie schrecklich die Wahrheit ist? Ein Blick in seine geistesabwesenden Augen, verrät in wie weit Tom nicht mehr sicher ist, ob das Mädchen noch lebt.
8 MM ist alles andere als eine Nicolas Cage One Man Show. Das liegt vor allem an der außergewöhnlichen Besetzung, die bis in die kleinste Nebenrolle überzeugt. Unter anderem James Gandolfini und Peter Stormare, die ihren Charakteren etwas schmieriges verleihen. Und nicht zuletzt Joaquin Phoenix, der als desillusionierter Musiker in einem Pornoschuppen arbeitet.