Eine Kritik von Blondie (Bewertung des Films: 1/10) eingetragen am 02.03.2008, seitdem 698 Mal gelesen
Acht Millimeter – Ein verstörender Blick in eine fremde Welt
8mm ist ein sehr beliebter Thriller, von dem ich so viel vor dem ersten Sehen gehört hatte, dass meine Erwartungen ins unermessliche stiegen. Und siehe da, 8mm kann auch fast all das halten, was mir versprochen wurde. Acht Millimeter ist eine ganz andere Version von Sieben, der Film blickt in eine brutale, kompromisslose Welt, die größtenteils auch sehr glaubwürdig geschildert wird.
Nick Welles ist glücklicher Vater und verheiratet. Er arbeitet als Detektiv. Er ist bekannt dafür sehr „diskret“ mit seinen Fällen umzugehen, deshalb beauftragt ihn eine alte, reicheFrau nach einem Mädchen zu suchen, welches in einem Acht Millimeter Film brutal ermordet wird. Trick oder „Snuff Movie“? Nick steigt immer tiefer in den Sumpf der Pornoindustrie hinab. Es ist ein Trip in menschliche Abgründe.
Nicholas Cage und Joaqin Phoenix marmorieren perfekt miteinander. Cage bringt eine seiner besten Leistungen, aber auch Phoenix muss sich nicht verstecken. Es ist nicht die Atmosphäre oder das Schauspielerensemble das den Film zu einen der besten Thriller der 90er macht. Es ist die Handlung über Snuff Filme die mich so fasziniert. Die Geschichte verläuft ganz anders als man sich so eine Verfilmung vorstellt. Die Atmosphäre hätte man noch viel dreckiger gestalten können, die Charaktere sind etwas Klischeehaft und auch die Geschichte ist etwas zu simple, aber das macht nichts, denn der Film ist zu jeder Zeit spannend.
Über leichte Hänger im ersten Teil des Films kann man hinweg sehen und auch die anderen Mängel sind eigentlich nur Nebensache, da ich persönlich noch nie so eine extrem fesselnde Verfilmung dieser Thematik gesehen habe und vor allem das Ende hätte man nicht besser und schockierender inszenieren können. Alle, die glauben keine schwachen Nerven zu haben, ist der Film bestens ans Herz gelegt.
Meine Empfehlung hat der Film!
Wertung: Hervorragendes Genre Highlight!