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8MM - Acht Millimeter (1999)
Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 07.04.2004, seitdem 529 Mal gelesen
"8 MM" versucht sich dem heiklen Thema Snuff-Filme aus Hollywoodsicht zu nähern. Das klingt nicht nur komisch, sondern ist es auch. Ein Detektiv wird von einer Senatorswitwe engagiert, um die Echtheit eines Snuff-Filmes aus der Hinterlassenschaft ihres Mannes zu prüfen. Bei seinen Nachforschungen innerhalb der S/M Szene jedoch scheint das Thema Snuff eher ein Mythos zu sein. Bravourös spürt der Zuschauer die dunkle Faszination des Ungreifbaren aus einer anderen Welt, die mit den üblichen Vorstellungen von Gut und Böse schwer nachvollziehbar sind. Als dann jedoch seine Nachforschungen über das Ziel hinausschießen und personifizierte Gestalten annehmen befinden wir uns zunehmends in einem mehr oder weniger spannenden Thriller a la Hollywood. Nicolas Cage in der Hauptrolle wirkt über anderthalb Stunden routiniert und erfindet nicht gerade das Schauspiel neu, vor allem die Tränendrüser könnte er noch ein wenig üben. Aber was soll's, seine Rolle ist schließlich die des Privatdektivs, der in seinem Job sehr ehrgeizig und pflichtbewuflt ist, privat jedoch eher ein Arsch, passt also. Sowohl die eingespielten Snuff-Fetzen als auch die Actionszenen sind sauber hollywoodartig umgesetzt, die gesamte Story jedoch ist zu weit weg von dem eigentlichen Thema, wenngleich der Regisseur versucht, die ganz plakative schwarz/weiss Malerei von Gut und Böse etwas zu verwischen, gelingen tut das nur leidlich. Statt dessen mausert sich der Streifen mehr und mehr zu einem zweitklassigem Action-Thriller.
Fazit: Anfangs interessanter Thriller mit ein paar wenigen fiesen und mehreren platten Momenten. Durchschnittliche Kurzweil aus Hollywood. 5/10 Punkte
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