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Nanny, Die [TV-Serie] (1993)

Eine Kritik von McHolsten (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 28.06.2004, seitdem 757 Mal gelesen


"Die Nanny" ist eine der besten Sitcoms die ich kenne; es liegt vor allem an Fran Drescher die inzwischen neben ihrer famosen Rolle als liebevoller Vamp auch Produzentin ist. Freche Dialoge, sexy Outfits der Hauptdarstellerin und ein wirklich genialer Butler sind Highlights der Serie.

Fran Drescher spielt die mitt-dreißige jüdische Kosmetikverkäuferin Fran Fine, die - aus ihrem Laden geschmissen - ihr Glück auf der Straße sucht. Aber nicht auf irgendwelchen - nein: in Brooklyn, wo die reichsten der Reichen wohnen. Dort trifft sie auf Maxwell Sheffield, der Produzent von großen Musicals auf dem Broadway ist. Er engagiert sie als Kindermädchen. Dort muss sie sich gegen C.C. behaupten - Maxwells Partnerin. Diese ist nämlich ganz heiß auf ihren Chef. Doch das kratzbürstige Weibsbild hat es nicht leicht mit ihrer neuen "Nebenbuhlerin", die, im Gegensatz zu ihr, das Herz der Kinder gewonnen hat. Auch der smarte und sarkastische Butler Niles freundet sich schnell mit der unkonventionellen Art der Nanny an...

Ich gucke nicht viel TV, weil das meiste in meinen Augen Schrott ist. Jedoch gibt es ein paar kleine Serienperlen, die ich mir immer wieder gern ansehe: wie "Die Nanny". Die Serie ist wirklich gut. Zwar sind Dreh- und Wendepunkt immer wieder die flammende Liebe von Fran zu Maxwell, schmalzig ist es jedoch nie. Dafür sind die scharfzüngigen Dialoge zu stark. Vor allem Butler Niles bringt einen hochkarätigen Spruch nach dem anderen - die Hassliebe zwischen ihm und C.C. nimmt im Laufe der Reihe ungeahnte Extreme an.
Aber auch sonst weiß die Geschichte zu gefallen.

Dabei geht es fast immer - wie in einer Sitcom üblich - in den gleichen Bauten und Schauplätzen ab. Diese sind immer recht nett gestaltet und obwohl es sich um einen "Reichen" handelt, nicht so üppig ausstaffiert. So fällt eine ziemlich auf - die Nanny. Denn sie ist das totale Gegenstück zur High Society. Fran ist schrill: verbal und formal. Ihre Outfits gewagt und demnach immer sehr sexy.

Die Darsteller sind eigentlich alle sympathisch, einen Ekel gibt es nicht. Sogar an C.C entdeckt man sympathische Seiten. Die Charaktere sind gut ausgebaut und werden hervorragend rübergebracht. Dabei tauchen innerhalb der Serie ein paar Nebenfiguren auf wie die Mutter der Nanny, die ihre Tochter so schnell wie möglich unter Haube gebracht haben würde; oder es treten Gaststars wie Dan Aykroyd oder Jane Seymour auf.

Fazit: "Die Nanny" ist eine feingeistige und herrlich schrille Sitcom, die, neben einer mal wirklich netten Romanze, jede Menge Pepp und Charme versprüht! Zudem haben so gut wie alle Folgen einen "hohen Standart"; eine langweilige Folge habe ich hier noch nicht gesehen.


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