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Quantum Trost, Ein (2008)

Eine Kritik von psst (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 10.11.2008, seitdem 457 Mal gelesen


Och Mensch,

es hätte doch soooo schön werden können. Aber ich gehöre zu der Hälfte an Menschen, die dem neuesten Film der Reihe nahezu gar nichts abgewinnen können.
So beigeistert man von "Casino Royale" war, so groß waren dann natürlich auch die Erwartungen an die Fortsetzung. Dass man da eventuell enttäuscht werden würde, hat der vorausschauende Kinobesucher und Bondfan schon mit eingeplant.
Aber dass man den, von meiner Warte aus, schlechtesten Bondfilm überhaupt zu erwarten hätte - daran hätte ich nie gedacht.
Die Gründe für meine Enttäuschung werden in den anderen Reviews weitestgehend erläutert. Also geht es eben nicht nur mir so, dass ich viele Sequenzen des Films nicht mitverfolgen konnte, da die Actionszenen miserabel!!! geschnitten sind und die Story unübersichtlich und nebenbei auch noch langweilig ist.
Der große Fehler des Films ist es, erstmals eine direkte Fortsetzung zum Vorgänger sein zu wollen. Nahtlos schließt der Film an "Casino Royale" und zeigt von Beginn an, wie die Action strukturiert sein wird: unübersichtlich und daher in keiner Minute mitreißend und spannend. Somit liegt es zum großen Teil bei Marc Foster, dass "Quantum of Solace" einfach nicht funktioniert. Auch das Drehbuch zeigt eine Geschichte, die sich durch Schwächen auszeichnet.
Das ist schade für Craig, der einen so guten Einstand hatte, die Rolle mit Freude spielt, aber keinerlei Möglichkeiten für eine Charakterzeichnung erhält. Der  Mann rennt stundenlang im Smoking durch die Wüste und hat dabei locker immer eine Hand in der Tasche? Ja klar, ist James Bond. Aber sind wir nun realistisch oder doch im omnipotenten Universum? Immer diese Rückgriffe auf Vesper, die der Vertiefung des Charakters dienen sollen, aber nie sinnvoll und nachvollziehbar in den Film integriert werden. Puh, das ist ganz schön zäh. Es ist einer der kürzesten Bond-Filme und man hätte ihn trotzdem noch raffen können.

Ich hätte mich über einen eigenständigen Film wesentlich mehr gefreut, als über dieses krude zusammengewürfelte Vehikel, das nicht einmal in seinen Actionsequenzen überzeugen kann. Foster ist alles andere als begnadet. Immer diese Vermischung von Sequenzen: Verfolgung und Pferderennen im Schnittgemisch, Verfolgung und Oper im Schnittgemisch - setzen: sechs!

Nur Judi Dench, deren Screentime wesentlich höher als gewohnt ist und eine bemühter Daniel Craig waren eine Entschädigung für die Kinoenttäuschung des Jahres. Deshalb noch 5 Sterne. Ohne Bond wären es wohl nur 4 geworden.


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