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Ocean's Eleven (2001)
Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 11.06.2006, seitdem 356 Mal gelesen
Toller Streifen!
Danny Ocean (George Clooney) ist ein Dieb und kommt gerade erst aus dem Gefängnis, als er schon wieder neuen Ärger veranstalten will. Seine Frau Tess (Julia Roberts) hat er durch seine Kriminalität an Terry Benedict (Andy Garcia)verloren, der drei Casinos in Las Vegas unter seinen Fittichen hat. Was liegt da näher, als sofort alle drei Casinos auszurauben und Benedict dadurch in eine Situation zu bringen, in der er für seine Frau jegliche Attraktivität verliert, wodurch sie Danny zurückgewinnen kann? Nichts!
Um dieses völlig abwegige Vorhaben zu verwirklichen, legt er sich eine elfköpfige Crew zu, in der das ein oder andere bekannte Gesicht zum Vorschein kommt (als hätte man nicht schon genug davon): Brad Pitt als bester Kumpel Rusty, Matt Damon als schüchterner Junggauner oder Elliott Gould als Geldgeber.
Der Film macht unheimlich Spaß. Er ist gespickt von coolen Sprüchen, lässiger Musik, beeindruckenden Bildern und hervorragenden Schauspielern. Am besten kommt dabei mal wieder Brad Pitt weg, weil George Clooney hin und wieder seine Coolness verlieren muss, wenn es um seine geliebte Tess geht.
Ein weiteres großes Plus ist die Spannung, die nebst des Humors und der Coolness aufgebaut wird. Sie entsteht dadurch, dass der Film nie vorhersehbar wird: Dem Zuschauer wird immer nur stückhenweise der Plan dargeboten, so dass man immer wieder denkt: „Aber wie denn jetzt weiter?“ Die Puzzleteile fügen sich nach mancherlei Wendung zusammen und zurück bleibt der genialste Plan aller Zeiten, der in dieser Form wohl nicht unbedingt auch zu den realistischsten aller Zeiten gehört
Das einzige, was mir dabei negativ aufgefallen ist, ist, dass sich zwei Dinge in dem Film beißen und nicht zusammenpassen: Auf der einen Seite dieser unglaublich perfekte Plan mit all den genialen Einfällen von Rusty und Danny. Auf der anderen Seite gibt es aber nicht nur eine Stelle, in der das Ganze etwas hilflos und völlig dem Zufall überlassen wirkt. Wie kann man beispielsweise in so einen ausgereiften Plan einfügen, dass zwei sich halt als Pagen verkleiden und dann vor dem Sicherheitstrakt schlichtweg behaupten, sie wurden vom Chef geschickt und hätten ihre Karte vergessen? Das ist ein wenig plump.
Fazit: Ein hervorragender Film mit hervorragender Besetzung, der über die gesamte Spielzeit hinweg enormen Spaß bereitet. Einzig der fast unerträgliche Irrealismus und das teilweise ganz und gar nicht profihafte Vorgehen verhindern die Höchstpunktzahl. Daher 8 Punkte von mir. Euer
Don
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