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Ocean's Eleven (2001)

Eine Kritik von seth (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 13.01.2002, seitdem 501 Mal gelesen


Ocean's Eleven gesehen? Ja?
Und, vielleicht ein klein bisschen leeres Gefühl im Magen?
Ja?
Das liegt sicherlich daran, dass
1. Steven Soderbergh's Filme ALLE gleich aussehen und sich auch von der Spannungskurve (mittelmaß), von den Witzchen und halt von der kompletten Inszenierung nicht sonderlich gut unterscheiden. Oder das liegt
2. daran, dass der Clooney Georg eine wirklich nicht sonderlich passende neue Synchronstimme bekommen hat und eigentlich sich nur selbst spielt oder das liegt
3. daran, dass die Schauspieler eigentlich nur ihr Gesicht in die Kamera halten und NICHTS richtiges machen.

Brad Pitt spielt den netten Gangster, Clooney den coolen Gangster und Julia Roberts ist eigentlich nur dabei um vielleicht, nachdem sie ja mit Soderberghs Hilfe bei Erin Brokovich auch nen Oscar bekommen hat, ihren Froschmaul ins Bild zu halten und völlig deplaziert zu wirken.
Einzig allein Andy Garcia hat so etwas wie einen Character der vielleicht interessant ist.

Das Ende ist auch wirklich offensichtlich und wird leider von endlosen Wiederholungen und Erklärungen zu Tode plattgewalzt und ansonsten gibt es nur eine Sache, die den Film vor dem Absturz bewahrt: Die Nebendarsteller! Die sind wirklich grandios.
Sie bringen Dynamik in den Film und, was bislang vollkommen fehlte: DEN WITZ!

Der schwarze Bombenleger, wie er sich anstellt als er die Elektro-Bombe zünden soll, der Schlangenmensch oder auch der nette aber ziemlich tumbe Kerl, der Clooney nachher "verprügelt"! HERRLICH!
Dadurch wird der komplette Film gerettet und bleibt sehenswert.

Leider bekommt man dann aber am Ende nochmal eine heftige Gähnattacke!
Was ist das eigentlich für ein Charakter, den Julia Roberts da spielt? Keine Ahnung, weiß sie anscheinend auch selber nicht so recht. Und warum sie am Ende zu Clooney geht, weiß sie irgendwie auch nicht, aber das ist wohl für die "ein bisschen" einfacher gestrickten Amis so gemacht worden und dann wird noch ewig auf die Komplizen gezoomt die vor einem Wasserfall stehen, na super, interessiert nur leider keinen, wenn diese Sequenz geschlagene 5 Minuten dauert!
Mich auf jeden Fall nicht.

Sicherlich wird der Streifen aber auch wieder im Land der unbegrenzten Einfaltigkeiten mit Oscars zugeschüttet, damit solche KRITISCHEN Meisterwerke wie Fight Club auch dieses Jahr den Bach runter gehen, aber was solls, es ist halt Popcornkino, deshalb noch gnädige 5 Punkte!


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