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Ocean's Eleven (2001)

Eine Kritik von Joy (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 15.06.2002, seitdem 329 Mal gelesen


Was Steven Soderbergh mit Ocean's Eleven zeigt ist eine Demonstration: So hat ein Film auszusehen, der keinen Anspruch hat (und auch nicht haben will) sondern nur unterhalten will. Und so stellt Soderbergh mal wieder seine Klasse unter Beweis.

Die Story über den ultmitativen Coup ist ja nicht gerade neu. Es gibt dutzende Filme über das drehen von krummen Dingern, wobei die die Intention solcher Filme von Komödie über Thriller bis zum Drama reicht. Was ist Ocean's Eleven? Hauptsächlich Krimi und Komödie!

Was macht den Film außergewöhnlich?
Da wäre natürlich die wahrlich einzigartige Besetzung, auf die sicher jeder Regisseur in Hollywood neidisch ist. George Clooney und Brad Pitt in den Hauptrollen werfen sich lässige die Bälle gegenseitig zu. Und wer für Nebenrollen auf Leute wie Andy Garcia, Don Cheadle, Matt Damon und Julia Roberts zurückgreifen kann, der darf sich sicher glücklich schätzen. DAzu kommen dann auch noch der Rest der "11", die zwar weniger bekannt sind, aber schauspielerisch nicht zurückfallen.

Und dann ist da noch die tolle Story, die doch den ein oder anderen Hacken bereithält, aber trotz allem immer schlüssig und "glaubwürdig" bleibt. Ob es um den vorgetäuschten Herzinfakt oder den tattoowierten Schläger geht - wenn die Szene aufgelöst wird paßt alles wie in einem großen Uhrwerk zusammen, selbst das kleinste Rädchen!

Eine tolle Story mit Spannung, Tempo und Humor, eine einzigartige Besetzung - konnte man da noch etwas falsch machen? Ich denke schon und deswegen muß man es Soderbergh hoch anrechnen, daß es ihm gelungen ist alles richtig zu machen.
Hierbei war vor allem wichtig, daß er die Beziehung von Clooney und Roberts nicht in den Vordergrund stellt, obwohl Clooney's Verhältnis zu Roberts ja seine eigentliche Motivation für den Supercoup war. Wäre Soderbergh hier falsch abgebogen, hätte der Film unglaublich stark an Tempo verlieren können. Aber er ist auf dem rechten Weg geblieben. Zum Glück hat er auch erst gar nicht versucht, dem Film irgendeine Message mitzugeben oder auf irgendeine Art und Weise zu moralisierend zu wirken. All das hätte dem Film unglaublich geschadet.

Steven Soderbergh zeigt mit Ocean's Eleven wie ein guter Unterhaltungsfilm heute aussehen sollte. Außerdem beweist er nach Erin Brockovich und Traffic wie vielseitig er ist. Man darf auf seinen nächsten Film gespannt sein!


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