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Ocean's Eleven (2001)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 30.01.2003, seitdem 597 Mal gelesen
„Ocean’s Eleven“ ist eine gelungene und witzige Gaunerkomödie für einen netten Kinoabend.
Danny Ocean (George Clooney) ist echter Profi-Gauner – allerdings ein gefasster. Als er aus dem Knast kommt, hat er jedoch nichts anderes im Sinn als den nächsten Coup, der soviel Kohle bringen soll, um in Rente zu gehen. Als erstes sucht er seinen alten Kumpel Rusty Ryan (Brad Pitt) auf, der sich momentan damit über Wasser hält, Jungschauspielern Karten spielen beizubringen. Sicher die Grundidee der Story ist alt und der Beginn erinnert ein wenig an Soderberghs vorherige Zusammenarbeit George Clooney, „Out of Sight“. Aber dennoch besitzt „Ocean`s Eleven“ eine Art, die locker-leicht genug ist, um dies vergessen zu machen.
Bei dem scheinbar unmöglichen Coup geht es darum, den gemeinsamen Tresorraum dreier Casinos des halbseidenen Terry Benedict (Andy Garcia). Nachdem die beiden einen Finanzier für ihr Unterfangen gefunden haben, geht es weiter damit ein Team zusammenzustellen. Zu der illustren Auswahl gehören Gestalten wie der Sprengmeister Basher (Don Cheadle), der Meisterdieb Linus Caldwell (Matt Damon) und der alternde Ganove Saul Bloom (Carl Reiner). Schon allein das Team macht mit all seinen skurrilen Macken schnell klar, dass „Ocean’s Eleven“ eine Gaunerkomödie mit märchenhaften Zügen und kein realistischer Einbruchsthriller ist.
Das Team macht sich auf den Weg nach Las Vegas um die Vorbereitungen für den besonderen Tag zu treffen, an dem der Tresor ausgeraubt werden soll. Mit intensivem Training und Spionage bereiten sie sich vor. Von ihrem Vorhaben kann sie nichts abbringen, weder Pannen bei der Vorbereitungen oder die Tatsache, dass Dannys Ex-Frau Tess (Julia Roberts) in der Stadt ist – und mit Benedict verbandelt...
Sicherlich ist „Ocean’s Eleven“ kein Überkracher, aber dennoch sehr stilvolle Unterhaltung auf hohem filmischen Niveau, denn Soderberghs Regieleistung ist ohne Mängel. Die Story ist spannend und bietet ein gutes Maß an Finten und Wendungen, was das Interesse des Zuschauer die ganze Zeit über aufrecht erhält. Natürlich ist der Plot vom angeblich unschaffbaren Überfall unheimlich alt, zumal es sich hierbei noch um ein Remake handelt. Auch der Realismus geht flöten, wenn alles schief geht was schief gehen kann, aber das macht gar nichts aus. Denn „Ocean’s Eleven“ macht einfach Spaß mit seiner romantisierten Vorstellung vom Gaunertum, so dass man sich gemütlich im Kinosessel zurücklehnen und genießen kann.
Der Einbruch selbst nimmt einen großen Teil des Films ein und ist extrem spannend geraten. Denn der Zuschauer bekommt auch bei der Vorbereitung des Coups nicht wirklich mit, wie der Plan eigentlich genau aussieht und erfährt dies erst bei der Durchführung. Einziger Kritikpunkt die Tatsache, dass sich das Ende etwas übernimmt und zuviel mit Finten, Wendungen und Tricks arbeitet; schlicht und einfach zuviel des Guten.
Der Humor bietet Gags mit viel Charme und pointierte Dialoge, was im Sog der aktuellen, etwas groben Komödien eine wohltuende Abwechslung ist. Zwar liegt man nie wie bei den „American Pie“ Filmen vor Lachen unterm Sessel, aber dennoch kann man oft und herzlich lächeln, wenn man das locker-flockige Geschehen verfolgt.
„Ocean’s Eleven“ lebt von seinem Ensemble, welches gut aufgelegt ist und durch die Bank weg überzeugende Leistungen bringt, auch wenn diese noch nicht Oscar-würdig sind. Vor allem die Tatsache, dass Julia Roberts, die IMO sehr stark überschätzt wird, einen Gang zurückschaltet hat mir gefallen, denn so kommen die diebischen Schlitzohren Clooney, Pitt und Co. mehr zur Geltung. Sehr gut gefallen hat mir auch Andy Garcia, dessen Rolle sich an seine Figur aus „Der Pate 3“ anlehnt – gewollt natürlich.
Warmherzige Unterhaltung zum Schmunzeln und Genießen, für einen gemütlichen Abend zu empfehlen.
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