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Ocean's Eleven (2001)
Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 26.03.2003, seitdem 2543 Mal gelesen
Steven Soderberghs "Ocean's Eleven" ist, wie auch schon "Erin Brockovich", ein Film, den ich bestens in meine Kategorie "Guter Einwegfilm" einordnen kann: Nett, aber ein zweites Mal Konsumieren ist nicht unbedingt Pflicht.
So greift "Ocean's Eleven", nicht nur weil der Streifen ein Remake ist, die ziemlich alte, verstaubte Grundidee des scheinbar unmöglichen Coups, die hier allerdings modern aufgefrischt wird, auf. Dabei konzentrieren sich beinahe drei Viertel des Filmes schon auf die Vorbereitungen beziehungsweise die Planung, in die das Publikum letztlich noch nicht einmal wirklich eingeweiht wird, um erst am Ende einige Überraschungen zu erleben und den wahrhaft clever konzipierten Plan des Coups anzuerkennen. Positiv auffallend sind auch die unterschiedlichen Figuren mit all ihren skurrilen Fähigkeiten, die unter anderem auch mit einem gut ausgeprägtem Humor einiges zum Unterhaltungswert beitragen. Die Besetzung kann durch die Bank weg überzeugen und hat auch sichtlich Spaß am Spielen. Andy Garcias Charakter wirkt etwas klischeehaft und Julia Roberts Figur grob gesehen überflüssig; existent wahrscheinlich nur für wegen der kleinen Lovestory für die Damen.
Die Logik wird außerdem ein wenig außer Acht gelassen, denn schon der Einsatz mit der E-Bombe enthält ein unübersehbares Loch. Die elektromagnetischen Wellen treffen beim Einsatz dieser Waffe auf alle elektrischen Geräte im Wirkungsgebiet und induzieren für kurze Zeit eine enorm hohe Spannung, sodass die Geräte danach schrottreif, also überhaupt nicht mehr zu gebrauchen sind. Aber warum funktioniert kurze Zeit später alles wieder einwandfrei? - Physikalisch eigentlich gar nicht möglich. Aber sei es drum, denn so Ernst nimmt der Film mit seiner leichtfüßigen Art irgendwelche Gesetzmäßigkeiten sowieso nicht. Die lockere Regiearbeit bindet daher Witze passend ein, trumpft aber hauptsächlich mit Coolness auf, die den ganzen Filmstil prägt.
Ein milder, lockerer Filmgenuss ist "Ocean's Eleven" allemal. Nach dem ersten Begutachten des Filmes wird die Spannung jedoch verflogen sein, denn alleine auf den Charakteren stützen kann sich die Gaunerkomödie nicht.
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