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Kaufhaus Cop, Der (2009)

Eine Kritik von bigimot66 (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 15.03.2009, seitdem 1176 Mal gelesen


  Paul Blart (Kevin James) ist Security-Mann in einer typisch amerikanischen Shopping-Mall. Sein Arbeitsalltag besteht darin, sich um Streitereien zwischen Kunden zu kümmern oder sich zu schnell mit dem Rollstuhl fahrende Rentner zur Brust zu nehmen. Eigentlich wäre Paul gerne Polizist geworden, doch dummerweise macht ihm sein Übergewicht beim entsprechenden Fitness-Test immer einen Strich durch die Rechnung.Sein weitaus größeres Problem ist aber seine Einsamkeit. Seit ihn seine Frau verliess, lebt er mit seiner Tochter und seiner Mutter zusammen. Beide versuchen ihn zwar über Online Dating-Portale irgendwie zu verkuppeln, aber ohne Erfolg.

Als Ausgleich zu seinem etwas frustrierenden Privatleben geht Paul dafür vollkommen in seiner Rolle als Shopping-Mall-Sheriff auf. Und ausserdem arbeitet dort auch die süße Amy, in die er hoffnungslos verknallt ist.

Als eines Tages Gangster die Mall überfallen und dabei Amy und seine Tochter als Geiseln nehmen schlägt Pauls große Stunde.

Etwas überrascht vom Erfolg dieses Streifens in den USA habe ich mir den Film im Urlaub angeschaut, obwohl ich mit der Story nicht wirklich viel anfangen konnte. Auch der „King Of Queens“, Kevin James in der Hauptrolle war für mich eigentlich kein Anreiz. Mich interessierte wirklich bloß, ob man aus so einer Story einen Film machen kann, der das bisherige US-Einspielergebnis von 134 Mio. Dollar irgendwie rechtfertigt.

 Und nach dem Betrachten des Films muß ich klar sagen „NEIN, das Gesehene rechtfertigt keinesfalls die hohe Einspielsumme!“

 Das Hauptproblem ist hier, daß der Streifen einfach viel zu seicht und vorhersehbar daherkommt. Natürlich ist Blart eigentlich eine Lachnummer, natürlich ist er einsam, aber daß er am Ende der Held ist und sein Mädchen kriegt ist von vornherein absolut klar. Mag sein dies liegt an der Art der ganzen Inszenierung, mag sein es liegt an der Tatsache, daß Filme mit diesen Versatzstücken immer gut ausgehen. Jedenfalls gibt es storytechnisch mal wieder null Überraschungen zu sehen, was also auf ein wenig einfallsreiches Drehbuch schliessen lässt.

 Damit könnte man ja noch leben, aber leider fehlt es dem Script auch an wirklich zündenden Gags. OK, ein bis drei Schmunzler sind dabei, aber die echten Brüller-Gags fehlen einfach!Mich persönlich sprach eigentlich bloß die Szene wirklich an, als Blart versucht den Opa im Rollstuhl anzuhalten. 

Schätze mal, der Film wird in Deutschland den US-Erfolg, auch im Verhältnis gesehen, nicht einmal ansatzweise wiederholen können...

 Fazit: Netter Film für einen verregneten Nachmittag vor dem Fernseher. Passabel unterhaltsam und witzig, aber den aktuellen Preis für ein Kinoticket absolut nicht wert! (Insgesamt 5.5, also aufgerundet 6 Punkte von 10 möglichen)


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