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Gran Torino (2008)

Eine Kritik von psychoflyer (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 15.06.2009, seitdem 459 Mal gelesen


Böser Blick, zusammengekniffene Augen, verzogener Mundwinkel und trockener Humor. Markenzeichen die Clint Eastwood berühmt gemacht haben und zu einem Star der alten Schule gemacht haben.

Als würde sich Eastwood in diesem Film hier selbst parodiern, ja diesen Anschein hatte ich manchmal.
Er spielt wohl hier eine einfach für ihn perfekte Rolle, kein anderer Schauspieler hätte diese Rolle wohl mit so viel Herz und Ehrgeiz verkörpert.
Gran Torino ist ein Film der einem irgendwie lange im Kopf herumgeistert.
Viel Kritik liefert der Film.
Kann nur schwer beschreiben wie ich den Film aufgenommen habe.

Eastwood der hier auch die Regie übernahm spielt einen Charakter, Kriegsveteran deutlich konservativ. In der ersten Hälfte wirkt es so als ob er einfach nur ein verbitterter alter Mann ist, der nicht nur rassistisch ist, sondern auch auf seine eigene Familie nicht viel hält.

In der 2ten Hälfte entwickelt der Film meiner Meinung nach erst seine wahre Stärke. Hier entwickelt er sich klar zu einem Drama der Sonderklasse.
Den hier wird nicht nur eine schwere Annäherung an eine fremde bis her verachtete Kultur gezeigt, sondern auch "ACHTUNG SPOILERGEFAHR" wie Eastwood hier in seiner Rolle, Frieden mit ihm selber schließt, mit seinen Erfahrungen im Krieg, und Familie.

Vor allem das Ende des Filmes hat mich persönlich sehr bewegt.
Nun bin ich zwar kein großer Fan von Dramas, doch dieser Film hat mich von der ersten Minute an gefesselt, durch seine Charaktere, Schauspieler und Handlung.

Eastwood muss man hier einfach ein großes Lob aussprechen.
Als Schauspieler schafft er es wunderbar dem Zuseher seine Rolle zu zeigen, und als Regisseur einen FIlm zu drehen, der nicht nur fesselt, fast ohne große Action oder Gewaltdarstellungen unterhalten kann.

Vorallem die Annäherung von Eastwood an die asiatischen Nachbarn, und deren Kultur fand ich sehr gut gemacht.
Auch wie er langsam aber sicher, wenn auch anfangs eher ungern auch in einem von ihnen wohl eine Art Sohn sieht, und diesem nicht nur hilft, sondern auch am Ende hin wohl ein neues Leben schenkt.

Darstellerisch gibt es hier nichts zu bemängeln.
Eastwood spielt hier solide und glaubwürdig, und zeigt einfach wieder warum er wohl einer der besten Darsteller der Vergangenheit aber auch Gegenwart ist. Aber auch die mir eigentlich eher unbekannten asiatischen Darsteller machen ihren Job gut, und wirken neben Eastwood zwar eher klein, aber nicht unbeholfen.

Bemerkenswert ist auch der Sound, kein ständiges Musikdröhnen, sondern nur zu gewissen Stellen eher ruhige nachdenkliche Klänge die wunderbar zu den Stellen, bzw dem Film vorallem passen.

Ich hoffe das Eastwood trotz seines Alters noch ein paar Filme machen wird und kann, da er einfach ein Talent dafür hat dem Zuseher egal ob Jung oder Alt mit seiner Story zu fesseln.

VOLLE PUNKTZAHL und absolute Empfehlung von mir.


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