Nachdem sich das Dreamteam Ivan Reitman, Bill Murray und Harold Ramis bereits 1981 mit dem Film „Ich glaub´, mich knutscht ein Elch“ einen Namen gemacht haben, schloß man sich 1984 erneut zusammen und hob einen bis heute erhaltenen Kult aus der Taufe, der dermaßen erfolgreich war, dass neben einer Fortsetzung auch mehrere Zeichentrickserien folgten. Doch versuche ich erstmal den Erfolg und Kult des Erstlings hier zu begründen:
Die Story:
Die drei Wissenschaftler und Doktoren Peter Vankman (Bill Murray), Raymond Stantz (Dan Aykroyd) und Egon Spengler (Harold Ramis, der mit Aykroyd das Drehbuch geschrieben hat und später mit Filmen wie „Analyze This“ auch als Regisseur Erfolge verbuchen konnte) fliegen von der Universität, an der sie Parapsychologie untersucht haben. Ohne Job und ohne Bleibe kommen sie nach dem Verkauf von Raymonds Haus, in der er seine Kindheit verbracht hat, zu etwas Geld. Dieses investieren sie in ihre Geisterjäger-Firma, in der sie die Beseitigung allen übernatürlichen Abschaums anbieten, gegen Bezahlung versteht sich. Nachdem man sich in einer alten und sanierungsbedürftigen Feuerwehrstation häuslich eingerichtet hat, lassen die Probleme nicht lange warten: Die Wiedergeburt einer alten sumerischen Gottheit stellt sich als besonders harte Nuss heraus.
So etwas originelles hat es bis heute nur selten gegeben: Das Einfallsreichtum von Aykroyd und Ramis scheint keine Grenzen gekannt zu haben und so bekommt man hier ein sehr kreatives und witziges Drehbuch vorgesetzt. Besonders das Novum eine intelligente Komödie mit Science-Fiction und Fantasy-Elementen zu verbinden, scheint den Erfolg ausgemacht zu haben und dieser ist auch vollkommen gerechtfertigt.
Die Darsteller:
Selten hat es eine idealere Idealbesetzung gegeben, als in diesem Film. Ohne Aykroyd, Murray und Ramis hätte dieser Film einfach nicht funktioniert, da nur sie mit viel Situationskomik und ihrem manchmal recht merkwürdigen Humor, was positiv gemeint ist, überzeugen können. Leider geht der Humor durch die oft nicht ganz gelungene Arbeit der deutschen Übersetzer verloren, weshalb sich erst in der englischen Originalfassung der Humor ohne Einbußungen entfalten kann.
Die Effekte:
Damals wie heute können die Effekte überzeugen, auch wenn man durch die heutigen CGI-Effekte sicher verwöhnt ist. Für die Höllenhunde wurde zum Teil die Stop-Motion-Technik verwendet, welche aber dennoch nicht sehr häufig zum Einsatz kommt. Die meisten Monster, Geister und vor allem der legendäre Marshmellowman (hoffe mal, das Marshmellow richtig geschrieben wurde, doch wer weiß das schon?) sind eben noch echte Handarbeit auch wenn der Letztere vergrößert in die Szenerie kopiert wurde.
Die Musik:
Auch durch die perfekte Musikuntermalung ist der Film zu einem Blockbuster geworden, woran Ray Parker Jr. mit seinem „Ghostbusters“ - Ohrwurm, der wochenlang auf Platz Eins war, nicht ganz unschuldig ist. Leider werden manche Musikstücke durch Szenenwechsel und Schnitte unschön abgebrochen, was etwas ärgerlich und unsauber wirkt, aber der Musik nur noch mehr Glanz verleiht.
Fazit:
Mit „Ghostbusters“ wurde ein Kult geboren, der zu recht ein absoluter Erfolg wurde. Vor allem durch die wirklich tollen Darsteller und ihrer perfekten Situationskomik verdankt der Film seinen Erfolg. Natürlich können auch die Musik und die Effekte auf ganzer Linie überzeugen. Nach diesem dermaßen erfolgreichen Geniestreich war es keine Überraschung, dass fünf Jahre später eine nicht minder gelungene Fortsetzung folgte und obendrein noch mit „Real Ghostbusters“ und dem Spin-Off „Extreme Ghostbusters“ zwei Zeichentrickserien entstanden. „Ghostbusters“ ist einer der wenigen Filme geworden, die man sich immer und immer wieder angucken kann ohne irgendwelche Abstriche ausmachen zu können.