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Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3, Die (2009)
Eine Kritik von Dutch_Schäfer (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 08.05.2011, seitdem 265 Mal gelesen
Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3 (2009)
Vor dem richtig guten „Unstoppable“ brachte Regisseur Tony Scott „Pelham 123“ in die Kinos. Wieder geht es um einen Zug diesmal nicht bei voller Fahrt sondern eher im Stillstand – so würde ich auch die Qualität der beiden Filme beschreiben. Mein Kurzfazit vorweg: noch halbwegs solide aber magere Kost.
Es geht um die schon im Titel genannte Entführung einer U-Bahn und im Weiteren um die Verhandlungen zwischen den Entführern und den Guten. Großen Raum nimmt dabei die Beziehung der beiden Hauptakteure Washington und Travolta ein. Der Rest der Story ist einfallslos und unspektakulär und hat wenig Neues zu bieten.
Die wesentliche vielleicht die einzige Stärke von „Pelham“ sind die beiden Darsteller bzw. die Verhandlungsszenen. Washington als strafversetzter Bahnangestellter und Travolta als Entführer. Die beiden spielen ihre Rollen größtenteils überzeugend. Washington zieht wie immer die Sympathien schnell auf sich und spielt routiniert, ist aber aufgrund der fehlenden Tiefe des Drehbuchs unterfordert. Travolta kennt man schon aus ähnlichen durchgeknallten, fiesen Rollen (z.B. Face off), kam für mich aber nicht böse und konsequent genug rüber. Der Rest vom Cast findet kaum Beachtung, da „Pelham“ eine klare Zwei-Mann Show ist.
Was fehlt sind die eigentlichen Stärken eines Tony Scott Filmes. Es gibt kaum spektakuläre Bilder und Kamerafahrten. Das einzige was mir auffiel und zwar negativ, waren die völlig unpassenden Slow Motion Einstellungen z.B. beim Hubschrauberflug. Das nervt richtig und bringt rein spannungsmäßig überhaupt nichts. Auch die gebotene Action ist nicht der Rede wert. Klar es wird viel verhandelt was auch unterhaltsam ist, aber etwas mehr bessere Action hätte das Ganze doch aufgewertet.
Das größte Manko an „Pelham“ bleibt aber die schwache, belanglose Story und die fehlende Spannung. Das Positive sind die beiden Darsteller und die Verhandlungsszenen, die bewahren den Film dann auch vor einer richtig schlechten Wertung.
Ein gerade noch erträglicher Entführungs-Thriller für die nette einmalige Unterhaltung.
Kurz vor der Notbremse 5/10
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